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Sonstige Angaben

Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente

Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einschließlich der Stufe der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte, auf dem die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert basiert. In den Fällen, in denen der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt, wird Letzterer nicht gesondert ausgewiesen.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte zum 31.12.2025 Klassifizierung
nach IFRS 9
 Buchwert
laut Bilanz
 Beizulegender
Zeitwert
 davon
(in TEUR)Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte            
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
 AC 44.940        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 39.427        
Sonstige finanzielle Vermögenswerte   11.473        
davon Anteile an nicht konsolidierten
Tochterunternehmen
 FVPL 1.013        
davon Beteiligungen FVPL 1.582        
davon Ausleihungen AC 282        
davon übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte
 AC 8.596        
Finanzielle Verbindlichkeiten            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
 AC 16.931        
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten   80.748        
davon Kontokorrentverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
 AC 25.790        
davon Darlehensverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
 AC 44.111 41.803     41.803
davon Derivate nicht eingebunden in
bilanzielle Sicherungsbeziehungen
 FVPL 6 6   6  
davon übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
 AC 10.840        
davon: nach Kategorien gemäß IFRS 9 zusammengefasst
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet werden
 AC 93.244
Finanzielle Vermögenswerte, die verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
 FVPL 2.596
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet werden
 AC 97.672
Finanzielle Verbindlichkeiten, die verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden
 FVPL 6
Buchwerte, Wertansätze und
beizulegende Zeitwerte zum 31.12.2024
 Klassifizierung
nach IFRS 9
 Buchwert
laut Bilanz
 Beizulegender Zeitwert davon
(in TEUR)Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte            
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
 AC 44.316        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 33.421        
Sonstige finanzielle Vermögenswerte   7.061        
davon Anteile an nicht konsolidierten
Tochterunternehmen
 FVPL 113        
davon Beteiligungen FVPL 75        
davon Ausleihungen AC 381        
davon übrige sonstige finanzielle
Vermögenswerte
 AC 6.492        
Finanzielle Verbindlichkeiten            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
 AC 16.061        
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten   78.326        
davon Kontokorrentverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
 AC 28.380        
davon Darlehensverbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
 AC 40.999 37.933     37.933
davon Derivate nicht eingebunden in
bilanzielle Sicherungsbeziehungen
 FVPL 10 10   10  
davon übrige sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
 AC 8.937        
davon: nach Kategorien gemäß IFRS 9 zusammengefasst
Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden AC 84.610
Finanzielle Vermögenswerte, die verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden FVPL 188
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden AC 94.377
Finanzielle Verbindlichkeiten, die verpflichtend zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden FVPL 10

Die Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und Beteiligungen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, da es keine Hinweise darauf gibt, dass die Anschaffungskosten nicht dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Die Gesellschaften können der Anteilsbesitzliste unter den „Sonstigen Angaben“ des Konzern-Anhangs entnommen werden.

Die beizulegenden Zeitwerte derivativer finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden anhand von Bankbewertungsmodellen basierend auf den aktuellen Wechselkursen und Zinsstrukturkurven ermittelt. Sie werden der Stufe 2 der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts zugeordnet.

Bei Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mittels Barwertmethode auf Grundlage der aktuellen Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung von nicht direkt beobachtbaren Credit Spreads vorgenommen. Daher erfolgt die Zuordnung in Stufe 3 der Bewertungshierarchie.

 

Die Nettogewinne und -verluste der einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

Nettogewinne und-verluste der Kategorien von Finanzinstrumenten 2025 2024
(in TEUR)    
Finanzinstrumente, die verpflichtend zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden
 -624 -13
Finanzielle Vermögenswerte, die die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden
 -1.738 972
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden
 -3.231 -2.759

Die Nettogewinne und -verluste aus den verpflichtend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten umfassen Ergebnisse aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente und Abschreibungen aus Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert.

Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen Zinserträge, Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung, Wertminderungsverluste und -aufholungen, Gewinne und Verluste aus Ausbuchungen, Erträge aus Eingängen zuvor abgeschriebener Finanzinstrumente.

Verluste aus Wertberichtigungen bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten belaufen sich auf 542 TEUR (364) und sind überwiegend auf die Insolvenz einer Vertragspartei zurückzuführen. Sie umfassen Forderungsausfälle, die durch die Abschreibung uneinbringlicher Forderungen entstanden sind, und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Nettogewinne und -verluste aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Zinsaufwendungen, Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung und Gewinne und Verluste aus Ausbuchungen.

Die Gesamtzinserträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten belaufen sich auf 251 TEUR (341) und die Gesamtzinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten auf 2.487 TEUR (3.188).

 

Risiken aus Finanzinstrumenten

Typische Risiken aus Finanzinstrumenten sind die Marktrisiken, Währungsrisiken, Zinsrisiken, Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken. Das Risikomanagementsystem des Uzin Utz Konzerns wird im Risikobericht des Konzernlageberichts dargestellt. Auf Basis der nachfolgend dargestellten Informationen kann davon ausgegangen werden, dass keine expliziten Risikokonzentrationen aus Finanzrisiken bestehen.

Marktrisiken

Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die beizulegenden Zeitwerte oder zukünftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Risikofaktoren schwanken. Die wesentlichen Marktrisiken, denen der Uzin Utz Konzern ausgesetzt ist, sind das Währungsrisiko und das Zinsrisiko. Aus diesen Risiken können Ergebnis-, Eigenkapital- und Cashflow-Schwankungen resultieren.

Die nachstehend beschriebene Analyse sowie die mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische, zukunftsorientierte Angaben dar, die sich aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen an den Finanzmärkten von den tatsächlichen Ereignissen unterscheiden können. Zudem sind hier keine Risiken berücksichtigt, die nichtfinanzieller Natur oder nicht quantifizierbar sind, wie zum Beispiel Geschäftsrisiken oder geopolitische Entwicklungen.

Währungsrisiken

Unter Währungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder die zukünftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken.

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung bilanziert werden. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen von Tochterunternehmen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

Der Konzern unterliegt Währungsrisiken aus bestimmten Transaktionen. Diese resultieren aus Käufen und Verkäufen von Waren/Produkten von operativen Einheiten und Gewinnabführungen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung dieser Einheiten. Rund 33,6 % (34,1) der Umsätze werden außerhalb des Euro-Raums getätigt. Der Uzin Utz Konzern begegnet diesem Risiko u. a. durch Produktionsstandorte in verschiedenen Währungszonen. Zudem werden die Währungsrisiken verringert, indem ausländische verbundene Unternehmen ihren Finanzbedarf primär in der jeweiligen Landeswährung decken.

Die Wechselkursrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen können aufgrund der verhältnismäßig kurzen Zahlungsziele in den meisten Fällen als unbedeutend betrachtet werden. Darüber hinaus werden fallweise, zur Absicherung der Schwankungen bei der Umrechnung ausländischer Geschäftseinheiten in Euro, feststehende Zahlungen oder bedeutende Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten, Devisentermingeschäfte und Währungsoptionen mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität getätigt. Grundsätzlich erfolgt dies unter Abwägung von Kosten und Nutzen, abhängig vom jeweiligen Volumen. Zum 31. Dezember 2025 bestanden Sicherungsbeziehungen für 1,0 % (0,7) der Fremdwährungsumsätze des Konzerns. Der Währungskorb im Konzern hat sich in den letzten Jahren bei geopolitischen Ereignissen als sehr stabil herausgestellt. Die Zahlungsströme der ausländischen Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft erfolgen überwiegend monatlich in der jeweiligen Landeswährung. Die Devisentermingeschäfte werden mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten abgeschlossen. Die Fälligkeitsanalyse für derivative finanzielle Verbindlichkeiten befindet sich im Kapitel „Liquiditätsrisiken“.

Im Geschäftsjahr 2025 wurde kein Bewertungsgewinn/ oder -verlust (Bewertungsgewinn in Höhe von 13 TEUR) in der Gesamtergebnisrechnung berücksichtigt.

Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse bleiben alle anderen Variablen (außer der veränderten Wechselkurse) konstant.

Eine mögliche Stärkung (Schwächung) von PLN, GBP, CZK und CHF gegenüber anderen Währungen zum 31. Dezember 2025 hätte die Bewertung der Finanzinstrumente in Fremdwährung beeinflusst und sich mit den unten dargestellten Beträgen auf den Gewinn oder Verlust ausgewirkt. Im Vergleich zum Vorjahr bestehen beim USD keine wesentlichen Währungsrisiken zum Stichtag, wohingegen bei PLN, CZK und CHF Währungskursrisiken bestehen.

Gewinn (+) und Verlust (-)
(in TEUR) Stärkung (+ 10 %) Schwächung (-10 %)
31. Dezember 2025    
PLN 61 -82
GBP 30 -39
CZK 13 -20
CHF 49 -59
     
31. Dezember 2024    
USD 47 -69
GBP 50 -71

Der Uzin Utz Konzern schließt seine Derivate auf Grundlage von rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarungen wie z.B. Rahmenverträgen für Finanztermingeschäfte ("DRV") ab, welche die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nicht erfüllen, jedoch unter bestimmten Umständen eine Verrechnung der betroffenen Beträge gestatten, wie etwa bei Insolvenz oder Kündigung eines Vertrags.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der erfassten derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die den rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarungen unterliegen, sowie der „Nettobetrag“ als finanzielle Auswirkung, die sich bei tatsächlicher Durchführung dieser Aufrechnungsvereinbarungen ergeben würden ersichtlich.

Buchwerte Bruttobeträge
angesetzter
finanzieller
Vermögenswerte/
Verbindlichkeiten
 Bruttobeträge
angesetzter
finanzieller
Vermögenswerte/
Verbindlichkeiten,
die in der Bilanz
saldiert werden
 Nettobeträge
finanzieller
Vermögenswerte/
Verbindlichkeiten,
die in der Bilanz
ausgewiesen
werden
 Zugehörige Beträge,
die in der Bilanz
nicht saldiert werden
(in TEUR)Finanzinstrument Erhaltene/
gestellte
finanzielle
Sicherheiten
 Nettobetrag
31.12.2025
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
 6 0 6 0 0 6
31.12.2024
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
 10 0 10 0 0 10

Zinsrisiken

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

Für den Konzern ergeben sich die wesentlichen Zinsrisiken aus Änderungen der zukünftigen Zahlungsströme aus den variabel verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten.

Wesentliche Zinsänderungsrisiken und Ausfallrisiken bestehen im Zusammenhang mit der Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente nicht.

Der Zinssatz von variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird in Abständen von weniger als einem Jahr angepasst. Finanzinstrumente mit fester Verzinsung, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Durch eine Sensitivitätsanalyse der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten mit einem um +/- 100 Basispunkte schwankenden Marktzinssatz bei konstanten anderen Variablen, hätte sich für das Geschäftsjahr 2025 eine hypothetische Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern von +/- 465 TEUR (553) ergeben.

Kreditrisiken bzw. Ausfallrisiken 

Unter dem Kreditrisiko bzw. Ausfallrisiko versteht man die Gefahr, dass ein Vertragspartner bei einem Geschäft über ein Finanzinstrument bei dem anderen Partner finanzielle Verluste verursacht, indem er seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswerts ersichtlich. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind diese Risiken unter anderem durch Warenkreditversicherungen abgedeckt, wobei auf Versicherungsunternehmen mit höchster Bonität zurückgegriffen wird. Am 31. Dezember 2025 waren 43,7 % (49,5) der Konzernforderungen aus Lieferungen und Leistungen mittels Warenkreditversicherung abgesichert. Darüber hinaus versucht der Uzin Utz Konzern das Ausfallrisiko originärer Finanzinstrumente durch Handelsauskünfte, Kreditlimits, Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und Inkasso zu verringern. Generell beschränkt sich das maximale Ausfallrisiko auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Summe anderer kurzfristiger Vermögenswerte, abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertminderungen sowie auf Forderungen, die nicht durch Warenkreditversicherungen gedeckt sind. Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns beläuft sich auf 23.614 TEUR (18.228). Im Zusammenhang mit den anderen finanziellen Vermögenswerten liegen keine nennenswerten Ausfallrisiken vor. 

Zur Bemessung der Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden vergangenheitsbezogene, gegenwärtige und zukunftsgerichtete Informationen (forward-looking information) herangezogen. Durch die Anwendung des vereinfachten Ansatzes bei der Ermittlung der erwarteten Verluste werden diese über die Restlaufzeit als pauschale Prozentsätze in Abhängigkeit von der Dauer der Überfälligkeit bestimmt.

Die zugrunde gelegte historische Basis der Ausfallquoten beruht auf nicht fälligen Zahlungsprofilen, welche mit den dazugehörigen Ausfällen im zeitlichen Ablauf betrachtet und in Überfälligkeitsklassen zusammengefasst werden. Für die Bestimmung der historischen Ausfallquote wird die durchschnittliche Ausfallquote von Forderungen der letzten drei Jahre zum jeweiligen Bilanzstichtag herangezogen. Bei der Prognose zukünftiger wirtschaftlicher Verhältnisse werden makroökonomische Informationen durch das Berücksichtigen von Länderrisikoprämien miteinbezogen. Entsprechend der getätigten Umsätze im Berichtsjahr erfolgt die Gewichtung der Länderrisikoprämien. Die ermittelten historischen Ausfallquoten werden ergänzt um den zukunftsbezogenen Länderrisikoprämienfaktor und auf den Bruttoforderungsbestand im aktuellen Berichtsjahr - abhängig von der Überfälligkeitsklasse - angewandt.

Die Konzerngesellschaften führen ihr operatives Geschäft größtenteils in ihren jeweiligen Ländern durch und die Kunden innerhalb der jeweiligen geografischen Region weisen ähnliche Merkmale für Ausfallrisiken auf. Daher wird die Ermittlung auf der Ebene der Einzelgesellschaft vorgenommen.

Die folgenden Tabellen zeigen das Risikoprofil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis der Wertberichtigungsmatrix des Konzerns. Da die historischen Ausfallraten des Konzerns in den verschiedenen Kundensegmenten keine signifikanten Unterschiede aufweisen, wird die auf Fälligkeit basierende Wertberichtigung nicht weiter nach Kundensegmenten differenziert.

Ermittlung der
Wertberichti-
gung 2025
 Erwartete
Ausfallquoten
 Bruttobuch-
wert
 Wertberichti-
gung IFRS 9 auf Portfolio-
basis
in TEUR
Nicht fällig 0,001 31.385 39
1-30 Tage 0,003 4.674 16
31-60 Tage 0,009 1.444 14
61-90 Tage 0,004 459 2
91-120 Tage 0,023 475 11
>120 Tage 0,033 2.515 84
    40.954 165
Ermittlung der
Wertberichti-
gung 2024
 Erwartete
Ausfallquoten
 Bruttobuch-
wert
 Wertberichti-
gung IFRS 9 auf Portfolio-
basis
in TEUR
Nicht fällig 0,002 27.422 48
1-30 Tage 0,005 3.637 19
31-60 Tage 0,018 1.369 24
61-90 Tage 0,062 391 24
91-120 Tage 0,096 226 22
>120 Tage 0,180 2.182 393
 35.227 529

Der Uzin Utz Konzern schätzt zu jedem Abschlussstichtag ein, ob Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Bonität beeinträchtigt sind und nimmt gegebenenfalls eine Wertberichtigung auf individueller Basis vor. Dies ist der Fall, wenn ein Ereignis oder mehrere Ereignisse mit nachteiligen Auswirkungen auf die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswertes auftreten.

Indikatoren dafür, dass ein finanzieller Vermögenswert in der Bonität beeinträchtigt ist, sind z. B. Vertragsbruch, signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Vertragspartners, eingeleitete Insolvenz- oder vergleichbare Verfahren, andere objektive Hinweise auf eine Wertminderung oder eine Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen, bei der ein Zahlungsausfall angenommen wird, sofern nicht im Einzelfall verlässliche und begründete Hinweise dafürsprechen, dass ein längerer Zahlungsrückstand gerechtfertigt ist. Für deren Überprüfung werden im Konzern Maßnahmen wie z. B. Handelsauskünfte, Kreditlimits, Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und Inkasso eingesetzt.

Wesentliche Forderungen werden individuell auf Wertminderungsbedarf untersucht. Der Betrag dieser Einzelwertberichtigungen beträgt zum 31. Dezember 2025 1.362 TEUR (1.277).

Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Wertberichtigung in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wir folgt dar:

Entwicklung des
Wertberichtigungskontos
 2025 2024
(in TEUR)
Stand zum 01. Januar 1.807 2.006
Verbrauch 1 123
Neubewertung der
Wertberichtigungen
 -280 -66
Wechselkurseffekte 2 -10
Stand zum 31. Dezember 1.527 1.807

Liquiditätsrisiken

Der Grundsatz eines professionellen Liquiditätsmanagements besteht darin, jederzeit für eine ausreichende Liquidität zu sorgen. Ziel ist es, den anhaltenden Bedarf an finanziellen Ressourcen mit der Sicherstellung der Flexibilität durch den Einsatz von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Leasing in Einklang zu bringen.

Der strategische Ansatz des Liquiditätsmanagements des Uzin Utz Konzerns sieht die Finanzierung mit langfristigen Darlehen vor. Langfristige Investitionen werden größtenteils langfristig finanziert bzw. gesichert. Außerdem wird im Verlauf der Investition zum Teil eine Brückenfinanzierung genutzt, um den optimalen Bedarf der langfristigen Finanzierung zu ermitteln.

Die Ziele des Cash- bzw. Liquiditätsmanagements sind wie folgt beschrieben:

  • Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit
  • Optimierung der Zahlungsströme
  • Reduzierung der Finanzierungskosten
  • Begrenzung von Risiken
  • Schaffung von Handlungsspielräumen für unternehmerische Entscheidungen

Im Jahr 2025 wurde das Liquiditätsmanagement weiterhin durch geopolitische Unsicherheit sowie schlechte wirtschaftliche Entwicklung vor Herausforderungen gestellt. Trotz dieser schwierigen Bedingungen gelang es, die aufgeführten Ziele zu erfüllen.

Die Transaktionsabwicklung im Zahlungsverkehr wurde in 2025 auf die aktuellen Standards bzw. Formate modifiziert.

Die Liquidität wurde auch im Jahr 2025 kontinuierlich sichergestellt. Alle finanziellen Verpflichtungen gegenüber externen Partnern wurden pünktlich erfüllt und die Kreditlinien wurden zu keiner Zeit vollständig ausgeschöpft. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses für das Jahr 2025 wird erwartet, dass die Liquidität weiterhin gewährleistet ist, was voraussichtlich zu einer sehr guten Bonitätsbewertung durch unsere Kernbanken führen wird.

Das Gesamtkreditvolumen im Konzern betrug im Jahr 2025 69.901 TEUR, nach 69.379 TEUR im Vorjahr. Weitere Details zu der Zusammensetzung und den Fälligkeiten sind dem Kapitel „23 Verbindlichkeiten“ zu entnehmen.

Die vertraglichen nicht abgezinsten Zahlungen aus nicht-derivativen finanziellen und derivativen Verbindlichkeiten, die in künftigen Perioden zu einem Mittelabfluss führen, sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Finanzverbindlichkeiten, die ohne Vertragsstrafe im Voraus beglichen werden können, werden auf der Grundlage des frühesten Zeitpunkts der möglichen Rückzahlung erfasst. Die Cashflows für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten werden unter Bezugnahme auf die Bedingungen am Bilanzstichtag ermittelt. Fremdwährungsbeträge werden zu den Stichtagskursen umgerechnet.

Vertragliche Zahlungsströme 2025
Buchwert
 Gesamt-
betrag
 2026
bis 1 Jahr
 2027 2028 2029 2030 2031
über 5
Jahre
(in TEUR)
Nicht derivative Finanzverbindlichkeiten 117.608 122.602 79.709 14.625 9.126 7.538 5.732 5.872
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69.901 74.398 38.386 11.190 7.207 6.608 5.405 5.602
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.111 47.632 11.620 11.190 7.207 6.608 5.405 5.602
Kontokorrentkredite 25.790 26.766 26.766 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.931 16.937 16.937 0 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten 10.374 10.912 4.670 3.223 1.706 717 327 270
Sonstige Verbindlichkeiten 20.401 20.355 19.716 213 213 213 0 0
Derivative Verbindlichkeiten 6 6 6 0 0 0 0 0
Devisentermingeschäfte, nicht eingebunden in bilanzielle
Sicherungsbeziehungen
 6 6 6 0 0 0 0 0
Abflüsse (+) 6 6 6 0 0 0 0 0
Zuflüsse (-) 0 0 0 0 0 0 0 0
Vertragliche Zahlungsströme 2024
Buchwert
 Gesamt-
betrag
 2025
bis 1 Jahr
 2026 2027 2028 2029 2030
über 5
Jahre
(in TEUR)
Nicht derivative Finanzverbindlichkeiten 114.851 118.335 78.084 13.436 10.220 4.996 3.844 7.756
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 69.379 72.519 40.482 10.049 7.832 3.753 3.135 7.268
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.999 42.454 10.417 10.049 7.832 3.753 3.135 7.268
Kontokorrentkredite 28.380 30.064 30.064 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.061 15.832 15.832 0 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten 11.825 12.399 5.148 3.146 2.147 1.002 468 488
Sonstige Verbindlichkeiten 17.585 17.585 16.622 241 241 241 241 0
Derivative Verbindlichkeiten 10 10 10 0 0 0 0 0
Devisentermingeschäfte, nicht eingebunden in bilanzielle
Sicherungsbeziehungen
 10 10 10 0 0 0 0 0
Abflüsse (+) 10 10 10 0 0 0 0 0
Zuflüsse (-) 0 0 0 0 0 0 0 0

Leasing

Der Konzern als Leasingnehmer

Leasingverträge werden vorwiegend für LKW, PKW, Grundstücke und Gebäude abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2025 bestanden laufende Leasingverträge für Kraftfahrzeuge mit Laufzeiten von drei Monaten bis sechs Jahren; die Laufzeiten der Immobilien-Leasingverträge variierten je nach Gesellschaft zwischen elf Monaten und 34 Jahren.

Bei einigen Immobilien wurden Verträge mit einer unbefristeten Laufzeit abgeschlossen, die mit Fristen von bis zu zwölf Monaten gekündigt werden können. Bei der Ermittlung der Laufzeit dieser Verträge wird abgewogen, wie sicher es ist, dass die Kündigungsoption zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft in Anspruch genommen wird. Ausschlaggebend für die Beurteilung sind alle Faktoren, aus denen sich ein wirtschaftlicher Anreiz zur Nutzung einer Kündigungsoption ergibt. Gleiches gilt für die Verlängerungsoptionen, zu denen der Uzin Utz Konzern gemäß einigen Leasingverträgen für Immobilien berechtigt ist.


Folgende Werte wurden im Zusammenhang mit IFRS 16 in der Gesamtergebnisrechnung erfasst:

Werte aus Gesamtergebnisrechnung 2025 2024
(in TEUR)
Aufwendungen für kurzfristige
Leasingverhältnisse
 279 416
Aufwendungen für geringfügige
Leasingverhältnisse
 92 90
Aufwendungen für variable
Leasingzahlungen (nicht in der
Leasingverbindlichkeit berücksichtigt)
 94 54
Erträge aus dem Unterleasing von
Nutzungsrechten
 107 118

Die Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten können dem Kapitel „8 Finanzaufwendungen“ entnommen werden. Nähere Angaben zu den Abschreibungen auf Nutzungsrechte befinden sich im Kapitel „13 Nutzungsrechte“.

Bei keiner Tochtergesellschaft weicht der Bestand der kurzfristigen Leasingverhältnisse zum Jahresende von dem Bestand der kurzfristigen Leasingverhältnisse während des Jahres ab.

Im Uzin Utz Konzern ergaben sich im Geschäftsjahr 2025 Erträge aus dem Unterleasing von Nutzungsrechten durch die Untervermietung von gemieteten Immobilien und dem Unterleasing von E-Bikes durch Mitarbeiter.

Im Geschäftsjahr 2025 flossen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen insgesamt 5.622 TEUR (5.550) Zahlungsmittel ab.

Die Zusammensetzung des Zahlungsmittelabflusses kann folgender Tabelle entnommen werden:

Zahlungsmittelabflüsse 2025 2024
(in TEUR)
Zahlungsmittelabflüsse für
Leasingverhältnisse, die gemäß IFRS
16 erfasst wurden
 5.157 4.990
Zahlungsmittelabflüsse für
kurzfristige Leasingverhältnisse
(>1 Monat ≤ 12 Monate)
 279 416
Zahlungsmittelabflüsse für
Leasingverhältnisse von
geringfügigem Wert
 92 90
Zahlungsmittelabflüsse für variable
Leasingzahlungen
 94 54
Zahlungsmittelabflüsse für
Leasingverhältnisse gesamt
 5.622 5.550

Eine Fälligkeitsanalyse der vertraglichen Zahlungsströme aus Leasingverhältnissen kann der Tabelle vertragliche Zahlungsströme in den „Sonstigen Angaben“ des Konzern-Anhangs unter Liquiditätsrisiken entnommen werden. Die Aufteilung der Leasingverbindlichkeiten gemäß Restlaufzeit befindet sich in der Tabelle im Kapitel „23 Verbindlichkeiten“.

Künftige Zahlungsmittelabflüsse, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten nicht berücksichtigt wurden, werden in Höhe von 321 TEUR (216) erwartet. In dieser Summe wurden Leasingverhältnisse berücksichtigt, die bereits abgeschlossen wurden aber zum 31. Dezember 2025 nicht begonnen haben. Künftige Zahlungsmittelabflüsse für variable Leasingzahlungen, Verlängerungs- und Kündigungsoptionen sowie Restwertgarantien, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit nicht berücksichtigt wurden, lagen zum Geschäftsjahresende 2025 nicht vor.

Der Konzern als Leasinggeber

Der Uzin Utz Konzern vermietet Stellplätze, Teile der Bürogebäude und einer Lagerhalle der Uzin Utz Immobilienverwaltungs GmbH, die als Finanzinvestition gehaltene Immobilien klassifiziert sind, im Rahmen von Operating-Leasingverträgen. Zu den erfolgswirksam erfassten Beträgen gehören die monatlichen Mieteinnahmen sowie die direkt zuordenbaren betrieblichen Aufwendungen (z.B. Reparaturen und Instandhaltung).

Die Mieteinnahmen neben den bestehenden Mietverhältnissen beliefen sich im Geschäftsjahr 2025 insgesamt auf 229 TEUR. Die Mietverträge laufen bis Juni 2026, April 2028 bzw. sind unbefristet. Für weitere Informationen siehe Kapitel „15 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien“.

Den Mietverhältnissen lassen sich direkt zurechenbare Kosten in Höhe von 37 TEUR zuordnen. Diese Kosten setzen sich hauptsächlich aus Mietnebenkosten zusammen, die an die Mieter weiterbelastet wurden.

Nachfolgend werden die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Mietverhältnissen als Gesamtbetrag und für jede der folgenden Perioden zum Abschlussstichtag dargestellt. Bei unbefristeten Verträgen wird ein Fünfjahreszeitraum entsprechend dem Planungshorizont zugrunde gelegt.

Künftige Mindestleasingzahlungen
aus Operate-Leasing
 31.12.2025 31.12.2024
(in TEUR)
Fällig in unter 1 Jahr 60 30
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren 210 301
Fällig in über 5 Jahre 113 84
Gesamt 383 415

Für die künftigen Mietverhältnisse lassen sich direkt zurechenbare Kosten in Höhe von voraussichtlich 45 TEUR zuordnen. Diese Kosten setzen sich hauptsächlich aus erwarteten Mietnebenkosten zusammen, die an den Mieter weiterbelastet werden.

Ergebnis je Aktie

Ergebnis je Aktie 2025 2024
Ergebnis nach Steuern (in Mio. EUR)* 26,4 29,4
Gesamtergebnis nach Steuern
(in Mio. EUR)*
 23,3 31,7
Gewogener Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien
 5.044.319 5.044.319
Ergebnis nach Steuern je Aktie
(in EUR)*
 5,24 5,84
Gesamtergebnis je Aktie (in EUR)* 4,63 6,29

*bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des MU zuzurechnende Ergebnis nach Steuern

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. Im Geschäftsjahr 2025 erfolgte die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,90 EUR (1,60) pro gewinnberechtigter Stückaktie.

Im Berichtsjahr 2025 ergaben sich keine Verwässerungseffekte.

Erläuterungen zur Konzern-Segmentberichterstattung

Die Segmente werden grundsätzlich nach ihrer internen Organisations- und Berichtsstruktur und den rechtlichen Einheiten ausgewiesen, wobei diese unter Berücksichtigung regionaler Verantwortungsbereiche zusammengefasst werden. Alle ausgewiesenen Angaben der Segmente richten sich nach dem Sitz der jeweiligen Landesgesellschaft/en. Segmente werden zusammengefasst, wenn sie ähnliche wirtschaftliche Merkmale aufweisen. Neben der Produktstruktur bzw. dem Produktsortiment sowie der Art von Kunden, werden auch der Deckungsbeitrag sowie die Umsatzrendite bei dieser Analyse herangezogen. Dabei werden historische Daten, Daten des Berichtsjahres sowie zukunftsbezogene Daten zugrunde gelegt. Hierdurch ergibt sich folgende Segmentierung:

  • Das Segment „Deutschland - Verlegesysteme“ umfasst Produzenten von Verlegesystemen für Böden, Parkett, Fliese und Naturstein mit Sitz in Deutschland.
  • Das berichtspflichtige Segment „Deutschland - Oberflächenpflege und -veredelung“ besteht aus den Produzenten von Oberflächenpflege und -veredelungsprodukten in Deutschland.
  • Das Segment „Deutschland - Maschinen und Werkzeuge“ umfasst den Produzenten von Maschinen und Werkzeugen in Deutschland.
  • Im Segment „USA“ ist der Produzent von Verlegesystemen in Nordamerika enthalten.
  • Das Segment „Niederlande“ unterteilt sich in die Segmente „Verlegesysteme“ und „Großhandel“. Unter „Verlegesysteme“ werden alle Produzenten von Verlegesystemen für Böden im Allgemeinen – auch Kunstharzböden - mit Sitz in den Niederlanden ausgewiesen. Das Segment „Großhandel“ besteht aus dem Großhändler mit Sitz in den Niederlanden.
  • Das Segment „Westeuropa“ umfasst Gesellschaften, die ihren Sitz in Westeuropa (außerhalb Deutschlands und der Niederlande) haben und Produktsysteme für das Verlegen von Bodenbelägen herstellen und/oder anbieten.
  • Das Segment „Süd-/Osteuropa“ besteht aus Gesellschaften, die ihren Sitz in Süd-/Osteuropa haben und Produktsysteme für das Verlegen von Bodenbelägen herstellen und/oder anbieten.
  • Unter „Alle sonstigen Segmente“ werden die übrigen nach IFRS 8 definierten operativen Gesellschaften zusammengefasst. Sie generieren Umsatzerlöse aus folgenden Arten von Produkten und Dienstleistungen: Verlegesysteme für Bodenbeläge, Oberflächenveredelung von Parkett sowie Hochleistungs-Trockenklebstoffe, Reinigungs- und Pflegeprodukte sowie Serviceleistungen rund um den Boden. Zudem werden Mieterträge mit der Vermietung von Geschäftsräumen in diesem Segment generiert.
  • Der Posten „Überleitung“ enthält sowohl Konsolidierungsmaßnahmen als auch Beträge, die durch nicht operative Segmente verursacht werden.

Erlöse zwischen den Segmenten werden zu Preisen berechnet, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Segmentposten umfassen Transfers zwischen den einzelnen Segmenten, die in der Überleitungsrechnung eliminiert werden.

Das Nettovermögen wurde aufgrund seiner deutlich höheren Aussagekraft bei der Vermögensanalyse dargestellt. Das Segmentnettovermögen ergibt sich somit durch die Subtraktion der Segmentschulden vom Segmentvermögen.

Grundlage für die Verteilung der langfristigen Vermögenswerte auf einzelne Länder ist der Sitz der verkaufenden Einheit bzw. der Standort des Vermögens. Latente Steuern sowie langfristige finanzielle Vermögenswerte und at-equity Beteiligungen werden dabei nicht berücksichtigt. Das Segmentergebnis wird als EBIT (Betriebsergebnis) ausgewiesen. Die Informationen zu Segmentinvestitionen umfassen die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäftswerte) sowie die Sachanlagen und Nutzungsrechte.

Bei den Umsatzerlösen nach geografischen Regionen richten sich die Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden. Hierdurch ist keine Vergleichbarkeit zu den Außenumsatzerlösen der Segmente möglich.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7 „Cashflow Statements“ unter Anwendung der indirekten Methode für den Cashflow aus der operativen Tätigkeit, ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, aufgestellt. Die Kapitalflussrechnung ist in die drei Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Kreditlinien wurden konzernweit zum Abschlussstichtag zu ca. 17,8 % (20,6), absolut ca. 25.790 TEUR (28.380) ausgenutzt (unter Berücksichtigung der Guthaben bei der entsprechenden Bank). Es bestanden bei ungefähr einem Drittel der Konzerngesellschaften fest vereinbarte Kreditlinien in Höhe von 144.966 TEUR (137.842 ). Darüber hinaus sind zur Risikominimierung bilaterale Working-Capital-Linien mit mehreren Kernbanken ausgehandelt.

Der Zinsaufwand auf Leasingverträge beläuft sich auf 415 TEUR (358 TEUR).

Das Ergebnis nach Steuern, korrigiert um die zahlungsunwirksamen Ströme sowie die Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva, ergibt den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit. Die erhaltenen und gezahlten Zinsen werden nach IAS 7.33 im operativen Cashflow ausgewiesen.

Überleitung 2025 2025
Anfangswert
 Cashflows Zugang Abgang Zahlungsunwirksame
Veränderungen
 2025
Schlusswert
(in TEUR)Zu-/Abgänge Fremdwährung  
Langfristige Finanzverbindl. 30.930 13.511 13.511 0 -10.229 -966 33.245
Kurzfristige Finanzverbindl. 10.069 -9.241 0 -9.241 10.229 -191 10.866
Verbindlichkeiten aus Leasing 11.825 -4.743 0 -4.743 3.493 -201 10.374
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungstätigkeit
 52.824 -474 13.511 -13.984 3.493 -1.359 54.485
Eigenkapital-9.584          

Der Überleitungsrechnung kann entnommen werden, inwieweit Vorgänge, die die Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit betreffen, tatsächlich zu Cashflows geführt haben. Dazu wird vom Anfangswert zu Beginn des Jahres auf den Schlusswert zum Ende des Jahres übergeleitet. Die Cashflows werden in Zu- und Abgänge unterteilt. In den zahlungsunwirksamen Veränderungen wird zwischen Zu- bzw. Abgängen und Fremdwährungsdifferenzen unterschieden. In den, in der Überleitungsrechnung dargestellten, Finanzverbindlichkeiten sind keine derivativen Verbindlichkeiten enthalten. Des Weiteren werden in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten keine Kontokorrentverbindlichkeiten berücksichtigt.

In der Position “Erwerb von finanziellen Vermögenswerten” in der Kapitalflussrechnung sind u.a. der Erwerb der BIOFA Naturprodukte W. Hahn GmbH von 1.524 TEUR, sowie der Erwerb von Anteilen an der ConBotics GmbH in Höhe von 1.507 TEUR enthalten.

Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Uzin Utz Konzern unterliegt außerdem möglichen Verpflichtungen aus Verfahren und geltend gemachten Ansprüchen. Schätzungen bzgl. möglicher zukünftiger Aufwendungen sind zahlreichen Unsicherheiten unterworfen. Hieraus werden jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche bzw. finanzielle Situation des Konzerns erwartet.

Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmungen

Nahestehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 „Related Party Disclosures“ umfassen neben dem Vorstand grundsätzlich den Aufsichtsrat, verbundene Unternehmen sowie die Anteilseigner.

Die verbundenen Unternehmen werden in der Anteilsbesitzliste dargestellt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie des Vorstands ist im Abschnitt „Gesamtbezüge und Anteilsbesitz“ dargestellt. Der Vergütungsbericht ist auf der Internetseite www.uzin-utz.com (Investoren Vergütung) zu finden.

Zwischen den in den Konzern einbezogenen Unternehmen und nicht in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen vorgenommene Transaktionen werden nachstehend erläutert.

Mit den nicht einbezogenen Unternehmen gemäß Anteilsbesitzliste finden keine wesentlichen Transaktionen statt, die das operative Geschäft betreffen. Eventuell ausstehende Forderungen sind ungesichert. Es werden Garantien weder gegeben noch erhalten.

Geschäftsvorfälle
mit Personen in Schlüsselpositionen
 Bruttowerte des
Geschäftsvorfalls
 ausstehende Salden zum
(in TEUR) 31.12.2025 31.12.2024 31.12.2025 31.12.2024
Beratungsaufwand 51 36 0 0
Geschäftsvorfall betrifft Uzin Utz SE 51 36 0 0
Mietaufwand 20 20 0 0
Geschäftsvorfall betrifft Uzin Utz SE 20 20 0 0
Geschäftsvorfälle
mit nahestehenden Unternehmen
 Bruttowerte des
Geschäftsvorfalls
 ausstehende Salden zum
(in TEUR) 31.12.2025 31.12.2024 31.12.2025 31.12.2024
Kauf von Waren 5.541 5.140 3 11
Geschäftsvorfall betrifft Uzin Utz SE 350 293 0 0
Geschäftsvorfall betrifft Tochtergesellschaft 5.191 4.847 3 11
Verkauf von Waren 923 931 134 171
Geschäftsvorfall betrifft Tochtergesellschaft 923 931 134 171

Der Uzin Utz Konzern nutzte die langjährige Erfahrung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden für Beratungsleistungen. Hierfür wurden marktübliche Sätze in Rechnung gestellt und der Aufsichtsrat war stets informiert.

Der Uzin Utz Konzern erwarb verschiedene Warenlieferungen von der Alberdingk Boley GmbH, welche Anteilseigner bei der Uzin Utz SE ist. Die Käufe entsprachen den marktüblichen Bedingungen. Außerdem wurden in der ungarischen Tochtergesellschaft (Uzin Utz Magyarorszag Kft.) Geschäfte mit einem Großhändler als nahestehender Person zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Des Weiteren wurden bei der belgischen Tochtergesellschaft (Uzin Utz België N.V.) Geschäfte mit einem nahestehenden Unternehmen zu marktüblichen Preisen getätigt.

Die ausstehenden Salden aus Käufen von Waren werden als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen und die ausstehenden Salden aus Verkäufen von Waren werden als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden Beratungsleistungen in Höhe von 109 TEUR (111 TEUR) von der Sozietät eines Aufsichtsratsmitglieds bezogen. Diese entsprachen den marktüblichen Bedingungen.

Zwischen der Uzin Utz SE und einem Aufsichtsratsmitglied besteht bereits seit Oktober 1995 ein Mietvertrag über eine Immobilie. Da seit Bestehen des Mietvertrags keine Mieterhöhung erfolgte, liegen diesem Geschäft marktunübliche Bedingungen zugrunde.

Anteilsbesitzliste

1. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Standort Anteil am
Kapital in %
Uzin Utz Österreich GmbH AT, Aurach am Hongar 100,0
Uzin Utz België N.V. BE, Gent 100,0
Uzin Utz Schweiz AG CH, Buochs 100,0
Sifloor AG CH, Sursee 100,0
Uzin Utz Construction Materials (Shanghai) Co. Ltd. CN, Shanghai 100,0
Uzin Utz Česká republika s.r.o. CZ, Prag 100,0
Uzin Utz Tools GmbH & Co. KG DE, Ilsfeld 100,0
codex GmbH & Co. KG DE, Ulm 100,0
Neopur GmbH DE, Ulm 80,0
Utz Beteiligungs GmbH DE, Ulm 100,0
Uzin Utz Immobilienverwaltungs GmbH DE, Ulm 100,0
Pallmann GmbH DE, Würzburg 100,0
Uzin Utz Denmark ApS DK, Kastrup 100,0
Uzin Utz France SAS FR, Paris 100,0
Uzin Utz United Kingdom Ltd. GB, Rugby 100,0
Uzin Utz Hrvatska d.o.o. HR, Zagreb 100,0
Uzin Utz Magyarország Kft. HU, Budapest 90,0
INTR. B.V. NL, Deventer 100,0
COFOBO Holding B.V. NL, Haaksbergen 100,0
Uzin Utz Nederland B.V. NL, Haaksbergen 100,0
Uzin Utz South Pacific Ltd. NZ, Whangaparaoa 100,0
Uzin Polska Produkty Budowlane Sp.zo.o. PL, Legnica 100,0
Uzin Utz Polska Sp.zo.o. PL, Legnica 100,0
Uzin Utz Sverige AB SE, Stockholm 100,0
Uzin Utz Singapore Pte. Ltd. SG, Singapur 100,0
Uzin Utz Slovenija d.o.o. SI, Ljubljana 100,0
Utz Inc. US, Aurora 100,0
Uzin Utz North America, Inc. US, Aurora 100,0
Uzin Utz Srbija d.o.o. XS, Belgrad 100,0
2. Nicht konsolidierte Tochterunternehmen Standort Anteil am
Kapital in %
Uzin Utz Tools Verwaltungs GmbH DE, Ilsfeld 100,0
codex Verwaltungs GmbH DE, Ulm 100,0
Servo 360° GmbH DE, Ulm 100,0
BIOFA ​Naturprodukte W. Hahn GmbH DE, Bad Boll 100,0
BPM Online GmbH DE, Salmtal 100,0
Uzin Utz Middle East Trading LLC AE, Al Hudaiba 100,0
3. At-equity bewertete assoziierte Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
 Standort Anteil am
Kapital in %
FP Floor Protector GmbH* AT, Wiener Neustadt 25,1
artiso solutions GmbH DE, Blaustein 50,0
P.T. Uzin Utz Indonesia ID, Jakarta 49,0

* die FP Floor Protector GmbH wurde per Eintragung am 30. Januar 2026 in Metrinova GmbH umbenannt

4. Beteiligungen Standort Anteil am
Kapital in %
Artiso AG DE, Blaustein 50,0
Netzwerk Boden GmbH DE, Hannover 50,0
ConBotics GmbH DE, Berlin 8,8

Organe der Uzin Utz SE (Societas Europaea)

Vorstand

Christian Richter
Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH)
07749 Jena

Ressorts: Finanzen, Controlling, Investor Relations, Steuern, Treasury, Versicherungen, Recht, Internes Kontrollsystem, IT, SAP, HR


Julian Utz
Diplom-Volkswirt
89073 Ulm

Ressorts: Produktion, Materialwirtschaft, Forschung & Entwicklung, Zentraleinkauf, Standort-Facilitymanagement und Technik, Nachhaltigkeit


Philipp Utz
Diplom-Kaufmann
82031 Grünwald

Ressorts: Vertriebssteuerung, Marketing & Kommunikation, Produktmanagement, Distributionslogistik

Von den Mitgliedern des Vorstands bestehen zum 31. Dezember 2025 keine Mitgliedschaften in Aufsichts- und Beiräten.

 

Aufsichtsrat

Dr. H. Werner Utz
- Vorsitzender -
Diplom-Kaufmann
89584 Ehingen


Timm Wiegmann
- stellvertretender Vorsitzender -
Diplom-Ingenieur
CEO und Gesellschafter von Alberdingk Boley GmbH, Krefeld
47800 Krefeld

 

Prof. Dr. Rainer Kögel
Rechtsanwalt
Partner der Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz, Stuttgart
70193 Stuttgart
 

Paul-Hermann Bauder
Diplom-Wirtschaftsingenieur
Gesellschafter der Paul Bauder GmbH & Co. KG, Stuttgart
70499 Stuttgart

 

Amelie Klußmann
Diplom-Kulturwirtin
Diplomatin
10965 Berlin

 

Michaela Aurenz Maldonado
Bachelor of Business Administration
Geschäftsführende Gesellschafterin und Sprecherin der Geschäftsführung ASB Grünland Helmut Aurenz GmbH, Stuttgart und Helmut Aurenz GmbH & Co. KG, Stuttgart
8272 Ermatingen, Schweiz

 

Der Aufsichtsrat verfügt über verschiedene Ausschüsse. Dem Prüfungsausschuss gehören folgende Mitglieder an: Paul-Hermann Bauder (Vorsitzender), Prof. Dr. Rainer Kögel, Timm Wiegmann. Der Personalausschuss ist gleichzeitig auch Nominierungs- und Vergütungsausschuss. Diese bestehen aus folgenden Mitgliedern: Prof. Dr. Rainer Kögel (Vorsitzender), Dr. H. Werner Utz und Timm Wiegmann.

Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen zum 31. Dezember 2025 folgende weitere Mitgliedschaften in Aufsichts- und Beiräten:

Prof. Dr. Rainer Kögel:
Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien:

  • Scherr + Klimke AG, Ulm, stellvertretender Vorsitzender des gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrats
  • PERI SE, Weißenhorn, Vorsitzender des Verwaltungsrats, Peri-Werk Artur Schwörer GmbH & Co. KG, Weißenhorn, Vorsitzender des Beirats
  • ACO Group SE, Rendsburg, Mitglied des Verwaltungsrats
  • Herzog Leasing AG, Stuttgart, Mitglied des Aufsichtsrats
  • MAX WEISHAUPT SE und Weishaupt Holding AG, Schwendi, Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Telegärtner Holding GmbH, Steinenbronn, Vorsitzender des Beirats
  • Brand Holding GmbH & Co. KG / Schroer + Brand Beteiligungs GmbH, Anröchte, Vorsitzender des Beirats
  • Controlware Holding GmbH, Dietzenbach, Mitglied des Beirats
  • braun-steine GmbH, Amstetten, Vorsitzender des Beirats
  • Alwin Kolb GmbH & Co. KG, Memmingen, Mitglied des Beirats
  • Spohn & Burkhardt GmbH & Co. KG/ Schaltgeräte Gesellschaft Blaubeuren mbH, Blaubeuren, Mitglied des Beirats
  • Hans Lamers Bau GmbH/ Prodomo GmbH, Jülich, Vorsitzender des Beirats
  • KNF Holding AG, Schenkon, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats
  • ELAFLEX HIBY GmbH & Co. KG, Verwaltungsgesellschaft ELAFLEX HIBY mbH, Hamburg, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
  • Tessner Holding KG/Tessner Verwaltungs GmbH, Goslar, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Paul-Hermann Bauder

  • Paul Bauder GmbH & Co. KG, Stuttgart, Mitglied des Beirats

Gesamtbezüge und Anteilsbesitz

Die ausbezahlte Vergütung des Vorstands der Uzin Utz SE im Geschäftsjahr 2025 betrug insgesamt 1.373 TEUR (987), davon fix 1.004 TEUR (856) beziehungsweise erfolgsabhängig 367 TEUR (129). Nähere Erläuterungen hierzu sind auf unserer Internetseite www.uzin-utz.com (Investoren Vergütung) zu finden.

Im Jahr 2021 führte die Uzin Utz SE erstmalig ein aktienbasiertes Vergütungssystem für den Vorstand ein. Aufgrund dieser aktienbasierten Vergütungsvereinbarung werden den Mitgliedern des Vorstands als Bestandteil der langfristigen variablen Vergütung jährlich virtuelle Aktien gewährt, die im Rahmen des virtuellen Aktienplans auf eine Laufzeit von vier Jahren ausgelegt und nicht dividendenberechtigt sind. Die jeweilige Anzahl der virtuellen Aktien ergibt sich aus 60 % der variablen Vergütung eines Gewährungsgeschäftsjahres geteilt durch den durchschnittlichen, gewichteten Schlusskurs der Uzin Utz Aktie an allen Handelstagen des Gewährungsgeschäftsjahres. Es liegt eine Begrenzung auf eine Kurssteigerung von 40 % in vier Jahren sowie eines Mindestbetrags von 60 % des Ausgangsbetrags vor. Am Ende der Laufzeit/Haltfrist erfolgt eine Umrechnung der gewährten virtuellen Aktien in bar. Der beizulegende Zeitwert der virtuellen Aktien wurde unter Anwendung der Black-Scholes-Formel ermittelt. Die erwartete Volatilität basiert auf einer Bewertung der historischen Aktienkursvolatilität des Unternehmens über den Zeitraum, der der Laufzeit des Aktienplans entspricht. Die Anzahl der virtuellen Aktien ist die vorläufige Anzahl der virtuellen Aktien, auf deren Grundlage die Rückstellung berechnet wird.

 

Folgende Parameter wurden bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwertes verwendet:

Parameter Aktienplan 2025 Tranche 2025 Tranche 2024 Tranche 2023 Tranche 2022
Beizulegender Zeitwert am Tag
der Gewährung
 55,85 € 50,11 € 53,88 € 64,45 €
Durchschnittlich gewichteter Kurs
am Tag der Gewährung
 64,18 € 48,51 € 50,18 € 62,33 €
Erwartete Volatilität 34,2% 34,1% 36,8% 37,8%
Laufzeit (in Jahren) 4 3 2 1
Risikoloser Zinssatz 3,9% 3,9% 3,9% 3,9%
Buchwert der Rückstellung
(in TEUR)
 481 292 272 309
Anzahl der virtuellen Aktien 8.615 5.821 5.042 4.788
Parameter Aktienplan 2024 Tranche 2024 Tranche 2023 Tranche 2022 Tranche 2021
Beizulegender Zeitwert am Tag
der Gewährung
 41,11 € 43,10 € 49,25 € 52,72 €
Durchschnittlich gewichteter Kurs
am Tag der Gewährung
 48,51 € 50,18 € 62,33 € 75,48 €
Erwartete Volatilität 34,1% 36,8% 37,8% 34,8%
Laufzeit (in Jahren) 4 3 2 1
Risikoloser Zinssatz 3,4% 3,4% 3,4% 3,4%
Buchwert der Rückstellung
(in TEUR)
 239 217 318 91
Anzahl der virtuellen Aktien 5.821 5.042 6.451 1.735

Im Geschäftsjahr 2025 wurden die Tranchen 2021 und 2022 für ein ehemaliges Vorstandsmitglied zum Ausübungskurs von 48,71 EUR ausbezahlt.

Der Aufsichtsrat erhielt für das Geschäftsjahr 2025 eine Vergütung in Höhe von 463 TEUR (463).

Nähere Informationen zum Vergütungssystem des Aufsichtsrats und den Bezügen der jeweiligen Aufsichtsratsmitglieder können dem Vergütungsbericht auf unserer Internetseite www.uzin-utz.com (Investoren Vergütung) entnommen werden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz der auf ihre Vergütung und Auslagen etwa zu entrichtenden Umsatzsteuer.

Für zukünftige Pensionsverpflichtungen gegenüber dem ehemaligen Vorstand wurde eine Rückstellung in Höhe von 680 TEUR (748) gebildet. Früheren Mitgliedern des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2025 Ruhegehälter in Höhe von 82 TEUR (82) gezahlt.

Per 31. Dezember 2025 umfasste der Anteilsbesitz des gesamten Vorstands direkt oder indirekt 2.709.181 (2.709.181) Aktien. Der gesamte Aufsichtsrat besitzt direkt oder indirekt 2.709.576 (2.709.576) Aktien des Unternehmens.

Weder Vorstand noch Aufsichtsrat haben Aktienoptionen oder vergleichbare Vergütungsbestandteile.

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf unserer Internetseite www.uzin-utz.com (Investoren Corporate Governance) zugänglich gemacht. Dort sind auch die Entsprechenserklärungen der letzten fünf Jahre zu finden.

 

Offenlegung

Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften sind als konsolidierte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Uzin Utz SE eingebzogen. Sie machen von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB beziehungsweise § 264b HGB Gebrauch und sind dadurch von der Pflicht zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit:

  • Pallmann GmbH
  • Uzin Utz Tools GmbH & Co. KG
  • codex GmbH & Co. KG

Für diese Gesellschaften ist der Konzernabschluss der Uzin Utz SE der befreiende Konzernabschluss.

Der Konzernabschluss der Uzin Utz SE wird im Unternehmensregister offengelegt.

Angaben nach § 160 Abs. 1 AktG

Wer durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % der Stimmrechte an der Uzin Utz SE erreicht, überschreitet oder unterschreitet, ist gemäß § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG verpflichtet dies unserer Gesellschaft mitzuteilen. Der Uzin Utz SE obliegt es diese Mitteilungen gemäß § 40 WpHG zu veröffentlichen.

Folgende Mitteilungen lagen der Uzin Utz SE vor:

  • Herr Dr. Heinz Werner Utz hat uns nach § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil am 08. September 2017 die Schwelle von 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 53,54 % (2.700.504 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat Herr Dr. Heinz Werner Utz angegeben, dass er von diesen Stimmrechten 25,36 % (1.279.314 Stimmrechte) direkt hält und ihm 28,17 % (1.421.190 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zugerechnet werden. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Uzin Utz SE jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden ihm dabei Stimmrechte zugerechnet: Manuela Pleichinger, Julian Utz, Philipp Utz, Amelie Klußmann.
  • Frau Manuela Pleichinger hat uns nach § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 08. September 2017 die Schwelle von 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 53,54 % (2.700.504 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat Frau Manuela Pleichinger angegeben, dass sie von diesen Stimmrechten 11,29 % (569.390 Stimmrechte) direkt hält und ihr 42,25 % (2.131.114 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zugerechnet werden. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Uzin Utz SE jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Dr. Heinz Werner Utz, Julian Utz, Philipp Utz, Amelie Klußmann.
  • Herr Andreas Pleichinger hat uns nach § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil am 08. September 2017 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 53,54 % (2.700.504 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat Herr Andreas Pleichinger angegeben, dass er von diesen Stimmrechten 2,41 % (121.800 Stimmrechte) direkt hält und ihm 51,12 % (2.578.704 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zugerechnet werden. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Uzin Utz SE jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden ihm dabei Stimmrechte zugerechnet: Dr. Heinz Werner Utz, Manuela Pleichinger, Julian Utz, Philipp Utz, Amelie Klußmann.
  • Frau Amelie Klußmann hat uns nach § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 08. September 2017 die Schwelle von 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 53,54 % (2.700.504 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat Frau Amelie Klußmann angegeben, dass sie von diesen Stimmrechten 4,13 % (208.250 Stimmrechte) direkt hält und ihr 49,41 % (2.492.254 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zugerechnet werden. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Uzin Utz SE jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Dr. Heinz Werner Utz, Manuela Pleichinger, Julian Utz, Philipp Utz.
  • Herr Tobias Pleichinger hat uns nach § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil am 08. September 2017 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 53,73 % (2.710.356 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat Herr Tobias Pleichinger angegeben, dass er von diesen Stimmrechten 2,12 % (107.000 Stimmrechte) direkt hält und ihm 51,61 % (2.603.356 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zugerechnet werden. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Uzin Utz SE jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden ihm dabei Stimmrechte zugerechnet: Dr. Heinz Werner Utz, Manuela Pleichinger, Julian Utz, Philipp Utz, Amelie Klußmann.
  • Herr Julian Utz hat uns nach § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil am 08. September 2017 die Schwelle von 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 53,54 % (2.700.504 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat Herr Julian Utz angegeben, dass er von diesen Stimmrechten 4,10 % (207.000 Stimmrechte) direkt hält und ihm 49,43 % (2.493.504 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zugerechnet werden. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Uzin Utz SE jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden ihm dabei Stimmrechte zugerechnet: Dr. Heinz Werner Utz, Manuela Pleichinger, Philipp Utz, Amelie Klußmann.
  • Herr Philipp Utz hat uns nach § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil am 08. September 2017 die Schwelle von 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 53,54 % (2.700.504 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat Herr Philipp Utz angegeben, dass er von diesen Stimmrechten 4,12 % (207.750 Stimmrechte) direkt hält und ihm 49,42 % (2.492.754 Stimmrechte) nach § 22 WpHG zugerechnet werden. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Uzin Utz SE jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden ihm dabei Stimmrechte zugerechnet: Dr. Heinz Werner Utz, Manuela Pleichinger, Julian Utz, Amelie Klußmann.
  • Die Alberdingk Boley GmbH, Krefeld, Deutschland, hat uns nach § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 28. November 2023 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 26,03 % (1.313.088 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte werden der Alberdingk Boley GmbH über § 33 Abs. 1 WpHG zugerechnet.

Die Stimmrechte können sich verändert haben, jedoch werden die Angaben nicht angepasst solange keine Stimmrechtsmitteilung ausgelöst wurde aufgrund einer Nichterreichung der Schwellenwerte zur Pflicht der Stimmrechtsmitteilung.

Honorar für die Abschlussprüfung

Das im Aufwand enthaltene Honorar, des seit dem Geschäftsjahr 2021 für Uzin Utz als Abschlussprüfer tätigen Wirtschaftsprüfers Rödl Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verteilt sich auf die in der Tabelle erbrachten Leistungen. Unter den Abschlussprüfungsleistungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und einzelner in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ausgewiesen sowie das Honorar für die formelle Prüfung des Vergütungsberichts. Die unter den sonstigen Leistungen ausgewiesenen Honorare betreffen die prüferische Begleitung der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Honorar 2025 2024
(in TEUR)    
Abschlussprüfungsleistungen 395 346
Sonstige Leistungen 26 20
  421 366

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag und bis zum Datum der Genehmigung des Konzernabschlusses haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben, die eine Anpassung der im Abschluss enthaltenen Beträge erforderlich machen oder einer gesonderten Offenlegung bedürfen.