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Vermögenslage

Vermögenslage Konzern 31.12.2024 31.12.2023
  TEUR% TEUR%
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
 44.31610,3 38.1599,1
Forderungen aus LuL 33.4217,8 36.5868,7
Kurzfristige Forderungen
aus Ertragsteuern
 5.7151,3 5.9711,4
Kurzfristige Vermögenswerte 78.12418,1 75.60718,0
Vorräte 69.10216,0 69.92016,6
Sonstige kurzfristige finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte 9.0222,1 5.6871,4
Anlagevermögen 252.21358,5 248.24159,1
Immaterielle Vermögenswerte 36.0878,4 36.6448,7
Sachanlagen 201.68346,8 200.63147,8
Nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungen
 3.4910,8 1.3670,3
Nutzungsrechte 10.9522,5 9.5992,3
Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
 6.0841,4 5.9491,4
Latente Steuern 10.4682,4 8.7312,1
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 6330,1 7570,2
  430.973100,0 420.001100,0

Vorstehende Tabelle wurde im Vergleich zum Vorjahr geringfügig angepasst, um eine transparentere Auskunft geben zu können. In diesem Zuge hat sich lediglich die Darstellung geändert, nicht aber die Bilanzwerte.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich im Geschäftsjahr 2024 auf 44.316 TEUR und nahmen somit um 6.158 TEUR im Vergleich zum Vorjahr zu. Der Mittelzufluss resultiert aus dem gesteigerten Cashflow, der unter anderem durch das im Vergleich zu 2023 stark gestiegene Ergebnis nach Steuern positiv beeinflusst wurde.

Die Forderungen gegenüber den Kunden sind von 36.586 TEUR auf 33.421 TEUR zum Stichtag leicht zurückgegangen. Absolut sanken die Forderungen der Vertriebsgesellschaft INTR. B.V., deren Außenumsatz sich ebenfalls rückläufig entwickelte, sowie der zwei Produktionsgesellschaften Uzin Utz North America, Inc. und Uzin Utz SE am stärksten. Auch im Berichtsjahr 2024 setzte der Konzern auf ein stringentes Forderungsmanagement. Bei gleichbleibenden Umsatzerlösen wurde mit einer durchschnittlichen Außenstandsdauer von 27 Tagen (29) eine Verbesserung erzielt. Dies trug zu einer Reduktion der Forderungen bei.

Die kurzfristigen Forderungen aus Ertragsteuern sind mit 5.715 TEUR (5.971) verglichen zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Diese resultieren hauptsächlich aus den hohen Steuervorauszahlungen der deutschen Gesellschaften, welche von der Steuerbehörde nach wie vor auf Basis der im Vergleich zu den Folgejahren sehr hohen Bemessungsgrundlage aus 2021 erhoben wurden.

Nach einem deutlichen Rückgang der Vorräte im Jahr 2023 wurden diese in 2024 auf gleichbleibendem Niveau gehalten. Sie reduzierten sich um 818 TEUR von 69.920 TEUR auf 69.102 TEUR. Die Lage auf den Beschaffungsmärkten hat sich weiter normalisiert und die Materialverfügbarkeit erneut verbessert. Ziel ist es die Volatilität bei den Beständen zu reduzieren um die Lieferfähigkeit jederzeit zu gewährleisten.

Sonstige kurzfristige finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte stiegen von 5.687 TEUR auf 9.022 TEUR im Jahr 2024. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Uzin Utz North America, Inc. und die Uzin Utz SE zurückzuführen. Die Bedingungen für den staatlichen Zuschuss in Bezug auf das amerikanische Werk in Waco wurden zum 31. Dezember 2024 erfüllt. Der Mittelzufluss erfolgt jedoch erst im Jahr 2025, wodurch eine Forderung eingebucht wurde. Der Anstieg der Uzin Utz SE ist maßgeblich auf die Zunahme der transitorischen Abgrenzungsposten zurückzuführen, die unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen werden.

Der Anteil des Konzern-Anlagevermögens bewegt sich mit 58,5 % (59,1) auf dem Niveau des Vorjahres. Die restlichen Vermögenswerte bilden somit 41,5 % (40,9) der Bilanzsumme. Absolut erhöhte sich das Anlagevermögen um 3.971 TEUR. Davon sind die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen mit 2.123 TEUR am stärksten gestiegen. Im Wesentlichen resultiert dieser Anstieg aus dem im Februar erworbenen Anteil an der österreichischen Firma FP Floor Protector GmbH in Höhe von 25,1 %.

Die Sachanlagen betrugen zum Ende des Jahres 2024 201.683 TEUR. Sie verharrten auf dem Niveau des Vorjahres (200.631). Bei den Produktionsgesellschaften Uzin Utz North America, Inc. und Pallmann GmbH wurde in 2024 in nennenswertem Umfang im Bereich der sonstigen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert. Beispielhaft wurde bei der Pallmann GmbH im Berichtsjahr eine neue Abfüllanlage angeschafft.

Im Konzern betrugen die Investitionen im Berichtsjahr insgesamt 14.664 TEUR (20.394). Während die Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und Finanzanlagevermögen verglichen zum Geschäftsjahr 2023 reduziert wurden, stiegen die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen insbesondere durch die Ausgaben für Software moderat.

Die Nutzungsrechte erhöhten sich im Jahr 2024 moderat um 1.353 TEUR von 9.599 TEUR auf 10.952 TEUR. Der absolut höchste Anstieg der Nutzungsrechte resultierte aus dem Mietvertrag der Uzin Utz France SAS über das neue Bürogebäude. Zusätzlich ergaben sich in mehreren Gesellschaften Anstiege der Nutzungsrechte aus dem PKW-Leasing. Dabei wurden hauptsächlich auslaufende Leasingverträge durch neue Verträge ersetzt.

Bis auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bei der Sifloor AG, der Uzin Utz Tools GmbH & Co. KG und der Uzin Utz Immobilienverwaltungs GmbH stellt das komplette Vermögen nach wie vor betrieblich notwendige Werte dar. Weitere Informationen zu diesem Thema können im Konzern-Anhang unter dem Kapitel „14 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties)“ eingesehen werden.

Segmentbezogene Angaben zu Investitionen

Segment Investitionen
(in TEUR) 2024 2023
Deutschland
Verlegesysteme 7.401 5.321
Maschinen und Werkzeuge 965 1.174
Oberflächenpflege und
-veredelung
 2.576 2.297
Niederlande
Verlegesysteme 1.465 3.506
Großhandel 1.379 1.244
USA 1.768 7.520
Westeuropa 3.572 2.594
Süd-/Osteuropa 386 2.231
Alle sonstigen Segmente 1.383 1.502

Die Informationen zu Segmentinvestitionen umfassen die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäftswerte) sowie die Sachanlagen und Nutzungsrechte.

Die Investitionen im Segment Deutschland haben in 2024 deutlich zugenommen und verzeichneten in Summe mit 2.150 TEUR absolut die größte Steigerung. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den gesteigerten Investitionen im Bereich der Verlegesysteme. Diese wurden im Jahr 2024 verglichen zum Vorjahr um 39,1 % erhöht auf insgesamt 7.401 TEUR, wobei der Anstieg erneut maßgeblich auf die Investitionen in Software der Uzin Utz SE in Folge der Umstellung auf eine neue Lösung für das bestehende ERP-System zurückzuführen ist.

Im Segment Niederlande gingen die Investitionen um 1.906 TEUR zurück. Der Rückgang im Bereich der Verlegesysteme in Höhe von 2.041 TEUR wurde durch die Investitionen der Uzin Utz Nederland B.V. im Bereich der Produktion, die verglichen zum Vorjahr geringer ausfielen, beeinflusst. Darüber hinaus sind auch die übrigen Sachanlageinvestitionen im Vergleich zu 2023 gesunken.

Die Investitionen im Segment USA gingen absolut am stärksten zurück und sanken auf 1.768 TEUR im Jahr 2024. Nachdem das neue Trockenmörtelwerk in Waco fertiggestellt wurde, ist der Großteil des Investitionsvolumens im Jahr 2024 auf diverse Anlagen im Bereich Fuhrpark sowie Büro- und Geschäftsausstattung zurückzuführen.

Während in Westeuropa die Investitionen mit 37,7 % prozentual am stärksten anstiegen, wurde in Süd-/Osteuropa nach einem verhältnismäßig starken Anstieg im Jahr 2023, in Zusammenhang mit der neuen Abfülllinie, in 2024 mit 386 TEUR weniger investiert. Die Zunahme im Segment Westeuropa ist hauptsächlich auf die Steigerung der Investitionen von Uzin Utz France SAS zurückzuführen, dessen Nutzungsrechte durch das neue Bürogebäude gestiegen sind.