Leistungsindikatoren
Wie bereits im Abschnitt „Internes Steuerungssystem“ beschrieben, werden im Rahmen der Konzernrechnungslegung folgende, für die Steuerung des Konzerns, wesentliche Schlüsselkennzahlen verwendet:
Finanzielle Leistungsindikatoren
Im Konzern ergaben sich im Berichtsjahr die folgenden Kennzahlen:
Kennzahlen Konzern | 2024 | 2023 | ||
Umsatz | 476.034 TEUR | 479.337 TEUR | ||
EBIT | 42.815 TEUR | 34.505 TEUR | ||
EBIT-Marge | 9,0% | 7,2% | ||
Cashflow aus lfd. GT | 53.105 TEUR | 48.712 TEUR | ||
Eigenkapitalrendite | 16,6% | 14,1% | ||
Eigenkapitalquote | 65,0% | 61,3% |
Wie sich bereits in den ersten beiden Quartalen 2024 abgezeichnet hat, konnte der im Geschäftsbericht 2023 prognostizierte leichte Umsatzanstieg nicht erreicht werden. Die Umsatzprognose wurde daher zum Halbjahr auf das Ziel angepasst, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2024 im Vergleich zum Vorjahr einen gleichbleibenden Umsatz zu erreichen. Insgesamt musste ein Rückgang von 0,7 % in 2024 verzeichnet werden. Dennoch konnte das Geschäftsjahr – trotz der Herausforderungen durch die negative Bauentwicklung im Kernmarkt Deutschland und im Wachstumsmarkt Frankreich – an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpfen. Details zur Analyse des Umsatzes können im Abschnitt Ertragslage eingesehen werden.
Im Konzern-Lagebericht 2023 wurde für das EBIT im Jahr 2024 ein leichter Anstieg prognostiziert. Zu den wesentlichen Faktoren, die zu dieser positiven Entwicklung beigetragen haben, zählen die Optimierung der Logistik- und Frachtkosten, der Fokus auf die Steigerung der Produktivität in den Produktionsstätten, günstige Rohstoffpreise sowie die verstärkte Sensibilisierung für Kostensenkungsmaßnahmen. Gleichzeitig wurde jedoch ein Anstieg der Personalkosten, der Abschreibungen und des sonstigen betrieblichen Aufwands erwartet. Der ergebnismindernde Effekt der Abschreibungen fiel leicht höher aus als ursprünglich geplant. Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwands konnte hingegen, entgegen der vorhergesehenen moderaten Steigerung, auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Dies ist insbesondere auf die Vertriebs- und Werbeaufwendungen, die Ausgangsfrachten sowie die Verwaltungs- und Betriebskosten zurückzuführen. Die prognostizierte Erhöhung des Personalaufwands konnte durch eine zurückhaltende Personalpolitik aufgrund der komplexen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ebenfalls begrenzt werden. Infolgedessen stieg das EBIT von 34.505 TEUR auf 42.815 TEUR, was einer Erhöhung um 24,1 % entspricht und somit eine deutliche Steigerung darstellt. Dementsprechend nahm das EBIT stärker zu, als erwartet. Weitere Details zur Analyse der Ergebnisentwicklung können im Abschnitt Ertragslage eingesehen werden.
Die EBIT-Marge verzeichnete im Berichtsjahr mit einer Steigerung um 1,8 Prozentpunkte einen leichten Anstieg, obwohl im Geschäftsbericht 2023 noch von einem gleichbleibenden Niveau ausgegangen wurde. Dies ist auf den starken Anstieg des EBITs trotz gleichbleibender Umsatzerlöse zurückzuführen. Zum Halbjahr wurde die Prognose auf eine leichte Steigerung der EBIT-Marge angepasst.
Entgegen der im Geschäftsbericht 2023 abgegebenen Prognose einer mäßigen Reduktion konnte der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit einen soliden Anstieg verzeichnen. Diese positive Entwicklung ist hauptsächlich auf den Anstieg des Ergebnisses nach Steuern zurückzuführen.
Die Eigenkapitalrendite verzeichnete im Berichtsjahr, entgegen der Erwartung eines gleichbleibenden Niveaus, einen moderaten Anstieg. Diese Steigerung um 2,5 Prozentpunkte ist auf die Steigerung des EBITs zurückzuführen.
Abweichend von der im letzten Konzern-Lagebericht abgegebenen Prognose einer gleichbleibenden Eigenkapitalquote konnte diese in 2024 einen leichten Anstieg verzeichnen und betrug 65,0 % (61,3). Das Fremdkapital wurde moderat reduziert, während das Eigenkapital von dem über den Erwartungen liegenden Ergebnis profitierte.
Neben den finanziellen Leistungsindikatoren werden im Konzern auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren verwendet.
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern ergaben sich wie folgt:
Kennzahlen Konzern | 2024 | 2023 | ||
Auslastung | 80,9% | 78,7% | ||
Neuheitsquote | 25,2% | 28,5% | ||
Gesundheitsquote | 95,6% | 95,1% |
Im Konzern-Lagebericht 2023 wurde die Auslastungsprognose mit einem leichten Anstieg bewertet. Der Anstieg der Auslastung im Bereich Trockenklebstoffe konnte den leichten Rückgang in den Segmenten Trockenmörtel und Nassklebstoffe, bedingt durch Kapazitätserweiterungen insbesondere im Werk Waco, kompensieren. Infolgedessen zeigt sich ein leichter Anstieg der Kapazitätsauslastung im gesamten Konzern. Im Jahr 2024 blieb die Produktionsmenge des Uzin Utz Konzerns aufgrund leicht steigender Absatzmengen auf einem gleichbleibenden Niveau.
Die Neuheitsquote ist im Berichtsjahr von 28,5 % auf 25,2 % gesunken und verzeichnete somit, wie erwartet einen mäßigen Rückgang. Dies liegt hauptsächlich an umsatzstarken Produkten aus dem Trockenmörtel- und Trockenklebstoffbereich, die vor mehr als fünf Jahren eingeführt wurden und deshalb im Berichtsjahr aus der Betrachtung im Zähler herausgefallen sind.
Die Gesundheitsquote innerhalb des Konzerns blieb mit 95,6 % (95,1 %) etwa auf dem Niveau des Vorjahres und entspricht somit unserer Prognose aus dem Vorjahr, die von keiner nennenswerten Veränderung ausging. Die Gesundheitsquote ist damit weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.