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Chancen und Risiken

Die Grundlage für die Einschätzung der Risiken und Chancen von Umfeld und Branche ergeben sich aus dem Abschnitt „Gesamtwirtschaftliche Entwicklung“ des Prognoseberichts. Die Reihenfolge impliziert keine Wertigkeit der Kategorien.

Umfeld und Branche

Für die Chancen- und Risikoeinschätzung des Uzin Utz Konzerns ist die erwartete gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung in unseren Kern- und Wachstumsmärkten entscheidend. Der IMF prognostiziert für 2026 ein globales Wachstum von 3,3 % und damit eine stabile Entwicklung auf dem Niveau des Vorjahres. Mit 2,4 % weisen die USA erneut die höchste Wachstumsrate auf, während sich die übrigen Kern- und Wachstumsmärkte in einer Bandbreite von 1,0 % bis 1,3 % bewegen. Für die Baubranche wird 2026 in sämtlichen von uns fokussierten Kern- und Wachstumsländern eine positive Entwicklung erwartet. Besonders in den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich ergeben sich daraus zusätzliche Marktpotenziale.

Für unseren Kernmarkt Deutschland wird für 2026 ein Wachstum der Bauleistung von 0,5 % prognostiziert. Impulse gehen insbesondere vom Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität aus. Der Wohnungsneubau bleibt leicht rückläufig, während steigende Genehmigungszahlen auf eine schrittweise Stabilisierung hindeuten. Die Niederlande verzeichnen mit 2,8 % ein überdurchschnittliches Wachstum. Sowohl der Wohnungsneubau als auch der Nichtwohnungsbau sollen wieder leicht wachsen, unterstützt durch staatliche Fördermaßnahmen sowie eine Belebung bei Genehmigungen und Baubeginnen. Für die Schweiz wird ein Zuwachs der Bauaktivitäten von 1,5 % erwartet. Der Mehrfamilienhausbau sowie Infrastrukturinvestitionen wirken stabilisierend, wenngleich regulatorische Restriktionen und begrenzte Flächen das Wachstum dämpfen.

Das konjunkturelle Wachstum in unseren Wachstumsmärkten Großbritannien, USA und Frankreich fällt unterschiedlich aus. In Großbritannien wird ein Anstieg der Bauleistung um 2,8 % erwartet, getragen vor allem durch die positive Entwicklung im Wohnungs- und Nichtwohnungsbau. In den USA wird ein moderates Wachstum der Bauausgaben von 1,0 % prognostiziert. Während der Wohnungsbau leicht zulegt, ist der Nichtwohnungsbau insgesamt leicht rückläufig. Einzelne Segmente wie der Bau von Rechenzentren weisen weiterhin hohe Wachstumsraten auf. Infrastrukturprogramme setzen zusätzliche Impulse. Für Frankreich wird eine Zunahme der Bauleistung von 2,1 % erwartet. Gestützt wird diese Entwicklung insbesondere durch die Belebung des Wohnungsneubaus, während der Nichtwohnungsbau weitgehend stagniert.

Die globale wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin durch geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheiten beeinflusst. Gleichzeitig gehen von Technologie- und insbesondere KI-Investitionen spürbare Impulse aus, die das Wachstum stützen. In jedem unserer Kern- und Wachstumsländer wird ein Wachstum erwartet. Für die Baubranche liegen innerhalb der Sektoren unterschiedliche Einschätzungen vor, wobei die Prognosen für die von uns fokussierten Länder positiv ausfallen. Vor diesem Hintergrund sehen wir uns weiterhin mit einem anspruchsvollen Marktumfeld konfrontiert, dessen tatsächliche Ausprägung maßgeblichen Einfluss auf unseren Geschäftsverlauf haben kann. Zugleich ergeben sich aus strukturellen Wachstumstreibern selektive Chancen, die mit der strategischen Positionierung des Unternehmens übereinstimmen.

Die monetär bezifferbaren Risiken im Bereich „Umfeld und Branche“ belaufen sich auf einen maximal niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrag und sind somit als niedrig einzustufen.

Produkte

Die Weiterentwicklung des Uzin Utz Konzerns ist eng mit der Fähigkeit verbunden, innovative Produkte zu entwickeln und bestehende Formulierungen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, unterstützt durch Benchmarking und Wettbewerbsanalysen, dienen dazu, Marktanforderungen sowie technologische und regulatorische Trends frühzeitig zu erkennen und potenziellen Wettbewerbsnachteilen vorzubeugen. Risiken bestehen insbesondere in technologischen Defiziten oder Produktfehlern, die zu Reklamationen, Haftungsfällen oder Reputationsschäden führen könnten. Zur Begrenzung dieser Risiken investiert der Konzern kontinuierlich in Forschung und Entwicklung, fördert Eigeninnovationen und unterzieht sämtliche Produkte strengen internen Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen. Ziel ist es, potenzielle Produktmängel bereits im Entwicklungsprozess zu vermeiden und den hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen der Produkte des Uzin Utz Konzerns dauerhaft gerecht zu werden. Für den Fall dennoch eintretender Schäden besteht ein umfassender internationaler Versicherungsschutz einschließlich Produkthaftpflicht. Operative Risiken sind, soweit erforderlich, zusätzlich durch Rückstellungen abgesichert.

Die Anforderungen der Kunden sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in der Chemieindustrie, unterliegen einem stetigen Wandel. Neue regulatorische Vorgaben, unter anderem im Rahmen der REACH-Verordnung, erfordern eine kontinuierliche Anpassung bestehender Formulierungen und die Entwicklung innovativer Lösungen, die regulatorische Anforderungen erfüllen, ohne die Produktqualität zu beeinträchtigen. Durch die gezielte Forschung nach Ersatz- und Substitutionsrohstoffen stärkt der Uzin Utz Konzern zugleich die Versorgungssicherheit und reduziert Abhängigkeiten von einzelnen Rohstoffen und Lieferanten.

Gleichzeitig ergeben sich aus diesen Aktivitäten Chancen, Markttrends frühzeitig aufzugreifen und innovative, nachhaltige sowie emissionsarme Produkte erfolgreich im Markt zu positionieren. Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie der zunehmende Einsatz von Robotics und automatisierten Entwicklungs-, Produktions- und Prüfprozessen eröffnen zusätzliche Potenziale, Entwicklungszeiten zu verkürzen, die Prozessstabilität zu erhöhen und die Effizienz in der Produktentwicklung und -herstellung nachhaltig zu steigern. Der steigende regulatorische Druck in der Chemiebranche wirkt dabei nicht nur als Risikofaktor, sondern auch als Innovationsimpuls, da der Uzin Utz Konzern bereits heute hohe Qualitäts- und Umweltstandards erfüllt und Kundenanforderungen proaktiv adressiert.

Aufgrund der Kombination aus Unternehmensgröße, globaler Präsenz und ausgeprägter lokaler Marktkenntnis ist der Uzin Utz Konzern in der Lage, Produktentwicklungen gezielt an regionale Anforderungen anzupassen. Die enge Zusammenarbeit zwischen zentralen Entwicklungsabteilungen und den internationalen Tochtergesellschaften fördert den konzernweiten Best-Practice-Transfer, verkürzt Markteinführungszeiten und steigert die Kundenzufriedenheit nachhaltig.

Die monetär bezifferbaren Risiken im Bereich „Produkte“ belaufen sich auf einen maximal niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrag und sind aus den genannten Gründen als niedrig einzustufen.

Finanzwirtschaft

Die Bewertung des Ausmaßes finanzwirtschaftlicher Risiken bleibt aufgrund der aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen herausfordernd. Das Liquiditätsrisiko des Uzin Utz Konzerns besteht in der Finanzierung von Wachstum und Innovation sowie darin, dass die Uzin Utz SE oder Tochterunternehmen ihren finanziellen Verpflichtungen (zum Beispiel Rückzahlung von Finanzschulden oder Bezahlung von Zinsen) nicht nachkommen können. Die Liquiditätsrisiken steuert der Uzin Utz Konzern im Rahmen der regelmäßigen Liquiditätsforecasts und mittelfristigen Finanzplanung. Dabei wird auch berücksichtigt, dass Schwankungen im Liquiditätsbedarf auftreten. Der Uzin Utz Konzern verfügt über hinreichende Liquiditätsreserven in Form von finanziellen Mitteln und Krediten beziehungsweise Betriebsmittellinien.

Aus der globalen Ausrichtung des Uzin Utz Konzerns folgt, dass das operative Geschäft sowie die berichteten Finanzergebnisse finanziellen Marktpreisrisiken ausgesetzt sind. Dies umfasst unter anderem Währungs- und Zinsrisiken. Die damit verbundenen Chancen und Risiken werden zentral gesteuert. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, begrenzt der Uzin Utz Konzern potenziell negative Auswirkungen durch Finanzinstrumente oder vertragliche Vereinbarungen.

Der Uzin Utz Konzern ist grundsätzlich einem Risiko des Ausfalls von Kundenforderungen beziehungsweise von Insolvenzen von Kunden ausgesetzt. Zur Begrenzung des Risikos ist im Uzin Utz Konzern ein entsprechendes Forderungsmanagement implementiert. Darüber hinaus sind insbesondere die Kundenforderungen der europäischen Gesellschaften durch Kreditversicherungen gedeckt. Dadurch wird eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit gewährleistet.

Die monetär bezifferbaren Risiken im Bereich Finanzwirtschaft belaufen sich auf einen maximal mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag und sind aus den genannten Gründen als niedrig einzustufen.

Produktion

In den Fertigungsbereichen der verschiedenen Standorte tragen eine kontinuierliche Wartung der Anlagen sowie umfassende Brand- und Präventivmaßnahmen wesentlich dazu bei, das Risiko von Leistungsbeeinträchtigungen der Produktionsanlagen zu minimieren. Gegen Elementarschäden und daraus möglicherweise resultierende Betriebsunterbrechungen bestehen entsprechende Versicherungspolicen, wobei die damit verbundenen Risiken nur eingeschränkt quantifizierbar sind. Gleichzeitig ergeben sich aus der fortlaufenden Optimierung der Produktionsverfahren sowie aus gezielten Investitionen in moderne Anlagen, Automatisierung und Robotics erhebliche Potenziale zur Effizienzsteigerung. Die zunehmende Vernetzung der internationalen Produktionsstandorte, standardisierte Prozesse sowie ein konzernweit einheitliches Qualitätsmanagement ermöglichen es, Produktivität, Prozessstabilität und Fertigungsqualität nachhaltig zu verbessern und Skaleneffekte zu realisieren.

Die monetär bezifferbaren Risiken in diesen Bereichen belaufen sich auf einen maximal mittleren sechsstelligen Euro-Betrag und sind somit als unbedeutend einzustufen.

IT-Sicherheit und Umfeld

Die Betriebs- und Produktionsabläufe sowie die interne und externe Kommunikation sind in zunehmendem Maße von Informationstechnologie abhängig. Bedeutende Beeinträchtigungen oder gar der Ausfall der globalen oder regionalen IT-Systeme könnten zu Datenverlusten und Störungen in den Betriebs- und Produktionsprozessen führen. Durch gezielte technische, strukturelle und organisatorische Maßnahmen wird das Risiko eines Ausfalls kritischer IT-Systeme auf ein Minimum reduziert. Dazu zählen unter anderem mehrstufige Sicherheitskonzepte, regelmäßige Systemüberprüfungen, Notfallpläne sowie ein fortlaufendes Monitoring der IT-Infrastruktur. Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Modernisierung der IT-Systeme bieten zugleich Chancen, die Effizienz und Stabilität der Geschäftsprozesse zu erhöhen. Verbesserte Systemtransparenz, automatisierte Abläufe und einheitliche Datenstrukturen unterstützen eine sichere und reibungslose Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns.

Die monetär bezifferbaren Risiken in den Bereichen IT-Sicherheit und Umfeld belaufen sich auf einen maximal mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag und sind derzeit als niedrig einzustufen. Obwohl die identifizierten IT-Risiken aufgrund der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen als niedrig eingestuft werden, besteht grundsätzlich das Potenzial, dass ein schwerwiegender IT-Vorfall im Extremfall den Geschäftsbetrieb erheblich beeinträchtigen könnte. Aufgrund der geringen Eintrittswahrscheinlichkeit wird dieses Szenario in den quantitativen Berechnungen jedoch nicht abgebildet. Dieses Restrisiko wird trotz seiner geringen Eintrittswahrscheinlichkeit im Rahmen von speziellen Krisenmaßnahmen und Notfalltests berücksichtigt.

Investitionen

Risiken, die mit bedeutsamen Investitionsentscheidungen einhergehen, unterliegen eingehenden Vorab-Analysen und bedürfen der Genehmigung durch den Vorstand der Uzin Utz SE. Bei Bedarf wird hierfür die Expertise externer Berater herangezogen. Potenzielle Übernahmen werden stets vom Vorstand evaluiert und bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrates. Investitionen in neue Standorte, Technologien und Akquisitionen schaffen die Grundlage für künftiges Wachstum. Jede Erweiterung unseres Produktions- oder Vertriebsnetzes bietet Chancen, Marktanteile auszubauen und Synergien zu heben, die langfristig zu einer Steigerung der Profitabilität beitragen. Investitionen stellen die größten Chancen für den Uzin Utz Konzern dar, um langfristig die gesetzten Unternehmensziele zu erreichen.

Die monetär bezifferbaren Risiken im Bereich „Investitionen“ belaufen sich auf einen maximal niedrigen vierstelligen Euro-Betrag und sind aus den genannten Gründen als unbedeutend einzustufen.

Beschaffung, Lieferanten und Rohstoffpreise

Der Uzin Utz Konzern verfolgt seit Jahren eine Mehr-Lieferanten-Strategie, um Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden und die Versorgungssicherheit auch bei Marktverwerfungen oder Lieferengpässen zu gewährleisten. Ergänzend werden Rahmenverträge abgeschlossen, um Preisschwankungen zu begrenzen und eine möglichst stabile Kostenbasis sicherzustellen. Diese Maßnahmen reduzieren nicht nur Beschaffungsrisiken, sondern erhöhen zugleich die Flexibilität und Resilienz der Lieferketten.

Gleichzeitig ergeben sich aus der Mehr-Lieferanten-Strategie sowie aus der engen Zusammenarbeit zwischen Forschung & Entwicklung und Beschaffung Chancen, auf Veränderungen der Rohstoffmärkte flexibel zu reagieren. Durch die Identifikation und Qualifizierung von Alternativ- und Substitutionsrohstoffen kann der Konzern Abhängigkeiten von einzelnen Materialien weiter reduzieren und von möglichen Rohstoffpreissenkungen profitieren. Darüber hinaus eröffnen sich Chancen, die Materialeffizienz zu steigern und die Kostenstruktur langfristig zu optimieren.

Zusätzliche Chancen entstehen aus strategischen Kooperationen mit Lieferanten und Forschungspartnern, die den frühzeitigen Zugang zu neuen Materialien und Technologien ermöglichen. Dies stärkt die Innovationskraft des Uzin Utz Konzerns und unterstützt eine widerstandsfähige, zukunftsorientierte Ausgestaltung der Lieferketten.

Die monetär bezifferbaren Risiken in den Bereichen „Beschaffung, Lieferanten und Rohstoffpreise“ belaufen sich auf einen maximal niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrag und sind somit als niedrig einzustufen.

Personal

Personalbezogene Risiken umfassen potenzielle Beeinträchtigungen, die sich aus dem Verhalten oder den Rahmenbedingungen der Belegschaft ergeben können, etwa durch Fehlverhalten, Fehlentscheidungen, Arbeitsunfälle, gesundheitliche Einschränkungen oder Personalausfälle. Zur Begrenzung dieser Risiken setzt der Uzin Utz Konzern auf ein umfassendes Maßnahmenpaket, das regelmäßige Fort- und Weiterbildungen, präventive Gesundheitsprogramme, sichere Arbeitsbedingungen sowie strukturierte Mitarbeitergespräche umfasst. Ein besonderer Fokus liegt auf dem anhaltenden Fachkräftemangel, der durch gezielte Personalentwicklung, Qualifizierungsmaßnahmen und eine systematische Nachfolgeplanung adressiert wird.

Gleichzeitig ergeben sich aus einer starken Arbeitgebermarke sowie aus gezielten Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung Chancen, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, langfristig zu binden und Know-how nachhaltig im Konzern zu sichern. Kontinuierliche Weiterbildungsangebote eröffnen darüber hinaus Chancen, die fachliche Kompetenz, Innovationsfähigkeit und Motivation der Mitarbeitenden zu stärken und Produktivitätssteigerungen zu erzielen. Eine offene, wertschätzende Unternehmenskultur unterstützt zudem die frühzeitige Identifikation personalbezogener Risiken und trägt dazu bei, positive Impulse aus dem Mitarbeiterumfeld in die Weiterentwicklung des Konzerns einfließen zu lassen.

Die monetär bezifferbaren Risiken im Bereich „Personal“ belaufen sich auf einen maximal hohen fünfstelligen Euro-Betrag und sind als unbedeutend einzustufen.

Vertrieb

Vertriebsrisiken ergeben sich aus Marktschwankungen, Veränderungen im Kundenverhalten, einem zunehmenden Wettbewerbsdruck sowie aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertriebskanälen. Eine kontinuierliche Marktbeobachtung, flexible Vertriebsstrategien und eine enge Abstimmung zwischen Vertrieb, Marketing und Produktion sind daher wesentliche Voraussetzungen, um Umsätze abzusichern und auf Nachfrageschwankungen zeitnah reagieren zu können.

Gleichzeitig eröffnen sich aus der fortschreitenden Digitalisierung der Vertriebsprozesse, einer intensiveren Kundenkommunikation sowie dem hohen Qualitäts- und Servicestandard des Konzerns Chancen, bestehende Kundenbeziehungen weiter zu festigen und zusätzliche Kundengruppen zu erschließen. Digitale Vertriebslösungen und datenbasierte Ansätze ermöglichen eine gezieltere Kundenansprache und unterstützen die Erschließung neuer Märkte.

Weitere Chancen ergeben sich aus der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Logistik- und Servicekonzepten. Diese bieten Potenzial, die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu steigern, sich klar vom Wettbewerb zu differenzieren und die Marktposition des Uzin Utz Konzerns langfristig zu stärken.

Die monetär bezifferbaren Risiken im Bereich „Vertrieb“ belaufen sich auf einen maximal mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag und sind als mittel einzustufen.

Umwelt

Umweltrisiken umfassen potenzielle negative Auswirkungen von Umweltfaktoren auf den Geschäftsbetrieb. Dazu zählen regulatorische Änderungen im Rahmen verschärfter Umwelt- und Klimagesetze sowie physische Risiken durch Naturereignisse oder extreme Wetterbedingungen. Der Uzin Utz Konzern begegnet diesen Risiken durch präventive Maßnahmen, die Einhaltung aller relevanten Umweltstandards sowie eine kontinuierliche Beobachtung gesetzlicher Entwicklungen, um frühzeitig auf neue Anforderungen reagieren zu können. Gleichzeitig eröffnen die steigenden Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit erhebliche Chancen, sich im Markt klar zu differenzieren. Mit dem Fokus auf umweltfreundliche Produkte, ressourcenschonende Produktionsverfahren und nachhaltige Lieferketten kann sich der Konzern als verlässlicher und verantwortungsbewusster Partner positionieren und zusätzliche Marktanteile in wachsenden Segmenten erschließen.

Die monetär bezifferbaren Risiken im Bereich „Umwelt“ belaufen sich auf einen maximal mittleren sechsstelligen Euro-Betrag und sind als unbedeutend einzustufen. Darüber hinaus bestehen jedoch auch nicht quantifizierbare Risiken, die im Rahmen der CSRD-Berichterstattung zukünftig weiter beziffert werden müssen.

Regulatorik

Regulatorische Risiken entstehen durch mögliche Änderungen gesetzlicher und behördlicher Vorgaben, die Auswirkungen auf Produkte, Produktionsprozesse oder Geschäftspraktiken haben können. Dazu zählen insbesondere Anpassungen im Chemikalien-, Umwelt-, Steuer- und Handelsrecht sowie neue Anforderungen aus der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Der Konzern beobachtet kontinuierlich nationale und internationale Entwicklungen im regulatorischen Umfeld, um frühzeitig auf neue Anforderungen reagieren zu können. Durch die enge Zusammenarbeit mit Fachverbänden, externen Beratern und Behörden sowie die laufende Anpassung interner Richtlinien und Prozesse wird das Risiko von Verstößen und daraus resultierenden Sanktionen auf ein Minimum reduziert.

Gleichzeitig eröffnen neue gesetzliche Rahmenbedingungen Chancen, sich durch Transparenz, Nachhaltigkeit und regelkonformes Handeln positiv im Markt zu positionieren. Die frühzeitige Umsetzung regulatorischer Anforderungen stärkt das Vertrauen von Kunden, Partnern und Investoren und unterstützt eine nachhaltige Unternehmensentwicklung.

Die monetär bezifferbaren Risiken im Bereich „Regulatorik“ belaufen sich auf einen maximal mittleren sechsstelligen-Euro-Betrag und sind als unbedeutend einzustufen.

Außerordentliche Einflussfaktoren

Auch im Jahr 2025 war das wirtschaftliche Umfeld weiterhin von geopolitischen und wirtschaftspolitischen Unsicherheiten geprägt. Neben dem anhaltenden russischen Angriffskrieg in der Ukraine und der Situation im Nahen Osten wirkten sich insbesondere handelspolitische Entwicklungen und strukturelle Anpassungen in den globalen Lieferketten auf die internationale Wirtschaft aus. Insgesamt zeigt sich die Weltwirtschaft dennoch robust. Vor dem Hintergrund der handelspolitischen Maßnahmen der USA werden mögliche Anpassungen der US-Zollpolitik fortlaufend beobachtet und deren potenzielle Auswirkungen auf unsere Absatzmärkte sowie auf bestehende Lieferkettenstrukturen analysiert. Sofern erforderlich, reagieren wir mit geeigneten Maßnahmen, um potenzielle Risiken zu minimieren. Den genannten Herausforderungen begegnen wir mit strategischen und operativen Maßnahmen, insbesondere durch die kontinuierliche Beobachtung und Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen.

Bestandsgefährdende Risiken

Bei der Erstellung des Berichts waren keine Risiken erkennbar, die, auch in ihrer Kombination, den Fortbestand des Uzin Utz Konzerns gefährden könnten. Für die Gesamtbewertung ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine ausreichende Risikotragfähigkeit bei einem niedrigen Gesamtrisiko.

Gesamtaussage des Vorstands

Der Vorstand der Uzin Utz SE bewertet die Risiko- und Chancenlage im Berichtsjahr 2025, trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, als positiv. Der Uzin Utz Konzern ist in der Lage, insbesondere im Rahmen der neuen strategischen Ausrichtung unternehmerische Risiken einzugehen, sofern durch die damit einhergehenden Geschäftsaktivitäten und den daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Stärkung der Position und Steigerung des Unternehmenswertes erwartet wird.