Internes Steuerungssystem
Der Uzin Utz Konzern möchte nachhaltig wachsen und erfolgreich wirtschaften. Zu diesem Zweck nutzen wir eine Vielzahl von Mechanismen und Kennzahlen, um bereichsspezifische Vorgänge abzubilden und messbar zu machen. Anhand dieser betrieblichen Kennzahlen legen wir Budget- und Unternehmensziele fest. Der Vorstand überwacht laufend die Entwicklung im Konzern durch an die jeweiligen Bedürfnisse angepasste Dashboards, welche ihm eine direkte Reaktion auf aktuelle Geschäftsentwicklungen ermöglicht.
Über alle Bereiche hinweg stehen für uns die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren im Mittelpunkt:
| Kennzahlen | Ermittlung | |
| Umsatz | Gesamtergebnisrechnung | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | Gesamtergebnisrechnung | |
| EBIT-Marge | EBIT/Umsatz | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Kapitalflussrechnung |
Die Umsatzerlöse umfassen die im Berichtszeitraum aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielten Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen. Sie bilden die Grundlage für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung.
Das EBIT als das Ergebnis vor Zinsen und Steuern spiegelt die operative Ertragskraft des Unternehmens wider. Es dient als zentrale Kennzahl zur Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unabhängig von Finanzierungs- und Steuerstruktur.
Die EBIT-Marge stellt das Verhältnis von EBIT zu Umsatz dar. Sie weist aus, welcher Anteil des erwirtschafteten Umsatzes letztendlich ins operative Ergebnis überführt werden konnte. Bei Abweichungen ermöglicht eine detaillierte Aufgliederung der Ertrags- und Aufwandspositionen eine Ursachenanalyse. So können wir entsprechende Gegenmaßnahmen gezielt einleiten.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, auch als operativer Cashflow bezeichnet, verschafft einen Überblick über die Veränderung der liquiden Mittel, die aus der Geschäftstätigkeit resultieren.
Im Zuge der Anpassung der internen Steuerungsmechanismen wird die Berichterstattung über die Eigenkapitalrendite ab dem Geschäftsjahr 2025 eingestellt, da dieser finanzielle Leistungsindikator nicht länger Bestandteil des internen Steuerungssystems ist. Vor dem Hintergrund der wachstumsorientierten strategischen Ausrichtung und der damit verbundenen Priorisierung operativer Ergebnis- und Finanzkennzahlen steht die Eigenkapitalquote ebenfalls nicht mehr im Fokus der internen Steuerung. Die Entwicklung der Eigenkapitalquote wird deshalb lediglich im Kapitel Finanzlage dargestellt.
Neben den finanziellen Leistungsindikatoren werden im Konzern auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung verwendet.
| Kennzahlen | Ermittlung | |
| Auslastung | Produktionsmenge/Kapazität | |
| Neuheitsquote | Umsatz eigene Erzeugnisse jünger 5 Jahre/ Umsatz eigene Erzeugnisse total | |
| Gesundheitsquote | Tatsächlich geleistete Arbeitstage/Soll-Arbeitstage |
Regelmäßig wird die Auslastung unserer Produktionsstandorte berechnet, um die Leistungsfähigkeit zu analysieren.
Wir verstehen uns selbst als Innovator der Branche, weshalb es unerlässlich ist, unsere bestehenden Produkte weiterzuentwickeln, aber auch durch neue Produkte den Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu sichern. Aufgrund dieser gelebten Vorreiterposition stellt die Neuheitsquote für uns eine essentielle Kennzahl dar. Die Neuheitsquote berechnet sich anhand des Quotienten aus Umsätzen mit eigenen Erzeugnissen (EE), welche neuartige, noch nie dagewesene oder stark verbesserte Eigenschaften aufweisen, deren marketingtechnische Verwertung nachweisbar ist und die nicht älter als fünf Jahre sind, im Verhältnis zum Gesamtumsatz aller eigenen Erzeugnisse.
Die Gesundheitsquote gibt uns einen Überblick über die geleisteten Arbeitstage unserer weltweit tätigen Mitarbeiter. Sie wird mittels des Quotienten aus tatsächlich geleisteten Arbeitstagen und den Soll-Arbeitstagen ermittelt. Zusätzlich kann anhand der Gesundheitsquote ein Rückschluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit gezogen werden.