Ertragslage Konzern 2025 2024
  TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 505.079 98,9 476.034 100,4
Bestandsveränderung 5.467 1,1 -1.886 -0,4
Gesamtleistung 510.547 100,0 474.147 100,0
Materialaufwand 211.934 41,5 195.749 41,3
Rohertrag 298.612 58,5 278.398 58,7
Sonstige betriebliche Erträge 6.721 1,3 7.493 1,6
Erträge aus als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien
 336 0 185 0
Personalaufwand 141.543 27,7 128.910 27,2
Abschreibungen 20.995 4,1 21.460 4,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 102.699 20,1 92.891 19,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 40.432 8,0 42.815 9,0
Finanzergebnis -3.352 -0,7 -3.055 -0,6
Ergebnis vor Steuern (EBT) 37.080 7,3 39.760 8,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.596 2,1 10.278 2,2
Ergebnis nach Steuern 26.484 5,2 29.482 6,2

Die Umsatzerlöse nahmen 2025 um 6,1 % zu und verzeichneten damit eine solide Steigerung von 476.034 TEUR auf 505.079 TEUR. Im Berichtsjahr wurde eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse des Konzerns in sämtlichen Marktsegmenten – Kern-, Wachstums- und Aspirantenmärkte – erzielt. Die wesentlichen Impulse für die Kernmärkte gingen dabei von der Uzin Utz Nederland B.V. aus. Die Uzin Utz North America, Inc. trug den größten Beitrag zur Steigerung der Umsatzerlöse der Wachstumsmärkte bei. Darüber hinaus fiel die Zunahme der Umsatzerlöse bei den Gesellschaften Uzin Utz Polska Sp. z o.o. und Uzin Utz Česká republika s.r.o. in den Aspirantenmärkten am größten aus.

Die wesentlichen Ergebnisquellen des Konzerns können im Abschnitt „Konzern-Segmentberichterstattung“ im Konzern-Anhang eingesehen werden.

Der gesamte Auslandsumsatz stieg von 307.643 TEUR im Vorjahr auf 328.882 TEUR. Der Auslandsanteil konnte somit leicht auf 65,1 % (64,6) gesteigert werden. Das Ziel besteht weiterhin darin, neben Deutschland auch in den übrigen Kern- und Wachstumsmärkten eine Steigerung der Umsatzerlöse zu erzielen. Der Anteil der Umsätze, die nicht in Euro fakturiert wurden, sank auf rund 33,6 % (34,1). Dieser leichte Rückgang ist im Wesentlichen auf die Tatsache zurückzuführen, dass die in Euro fakturierten Umsatzerlöse im Verhältnis deutlich stärker anstiegen als die Umsatzerlöse, die nicht in Euro fakturiert wurden.

Die Entwicklung der für den Konzern relevanten Währungen außerhalb des Euro-Raumes kann dem Kapitel „Währungsumrechnung“ des Konzern-Anhangs entnommen werden.

Der gesamte Währungskurseinfluss auf den Konzernumsatz lag bei -0,8 % (0,3). Den größten Effekt hatte dabei der US-Dollar.

Im Geschäftsjahr 2025 blieben die Absatzpreise auf einem gleichbleibenden Niveau. Aufgrund des anhaltend hohen Wettbewerbsdrucks in der Baubranche und einer weitgehend stabilen Preisentwicklung in der Rohstoffbeschaffung konnten unsere Absatzpreise auf einem konstanten Niveau gehalten werden. Das leichte Umsatzwachstum resultierte im Wesentlichen aus einem leichten Anstieg der Absatzmengen, die im Durchschnitt um 8,0 % gesteigert werden konnten. Diese Steigerung war überwiegend auf die hohe Nachfrage nach Trockenmörtelprodukten zurückzuführen.

Aufgrund der auf Chargenproduktion ausgerichteten Fertigung und der üblicherweise sehr kurzen Zeit zwischen Bestellung und Lieferung wird generell für einen anonymen Markt produziert. Die Lieferung erfolgt aus dem Lagerbestand, der konzernweit regelmäßig rund 1,8 Monatsumsätze (1,7) betrug und sich somit im Vorjahresvergleich leicht erhöhte. Es wird stets versucht, den Lagerbestand den Rahmenbedingungen anzupassen und weiter zu optimieren.

Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen wurden in 2025 im Konzern nach einem Abbau in Höhe von 1.886 TEUR im Vorjahr um 5.467 TEUR erhöht. Aufgrund des gestiegenen Absatzvolumens wurden die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöht, um die Lieferfähigkeit bei höherer Nachfrage sicherzustellen.

Die Gesamtleistung nahm mit einer Erhöhung um 7,7 % auf 510.547 TEUR (474.147) solide zu. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Umsatzerlöse sowie den Bestandsaufbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen. Die allgemein stabilen Marktbedingungen auf den relevanten Beschaffungsmärkten führten zu stabilen Preisen. Darüber hinaus konnte die um die Bestandsveränderung bereinigte Materialeinsatzquote durch die Aufrechterhaltung des Absatzes von margenstarken Produkten auf einem konstant niedrigen Niveau gehalten werden.

Der Anteil der Personalaufwendungen an der Gesamtleistung erhöhte sich wie bereits im Vorjahr um weitere 0,5 Prozentpunkte auf 27,7 % (27,2). In absoluten Zahlen stiegen die Personalaufwendungen von 128.910 TEUR auf 141.543 TEUR an. Dieser Anstieg lässt sich im Wesentlichen auf die Steigerung der Mitarbeiterzahl und die tarifvertragliche Gehaltsanpassung zurückführen.

Die Abschreibungen sanken leicht um 2,2 % von 21.460 TEUR auf 20.995 TEUR. Der Rückgang der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf den einmaligen Sondereffekt der Teilabschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Sifloor AG im Vorjahr zurückzuführen. Bereinigt um diesen Sondereffekt verzeichneten die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr einen leichten Anstieg, der überwiegend auf die Investition der Pallmann GmbH in eine neue Abfüllanlage zurückzuführen ist.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um rund 10,6 % auf 102.699 TEUR (92.891). Dieser moderate Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Vertriebs- und Werbeaufwendungen, insbesondere aufgrund gestiegener Ausgangsfrachten durch die Umsatzsteigerung und erhöhte Werbeaufwendungen, sowie auf höhere Kosten für Instandhaltung, Reparaturen und Wartungen zurückzuführen. Darüber hinaus erhöhten sich die Verwaltungskosten infolge eines Anstiegs der Beratungskosten im Zusammenhang mit laufenden strategischen Projekten. Zusätzlich wirkten deutlich höhere Währungskursverluste ergebnisbelastend.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich somit im Berichtsjahr auf 40.432 TEUR und lag damit 2.383 TEUR leicht unter dem Vorjahr (42.815). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf höhere Personalaufwendungen mit einer leicht gestiegenen Personalkostenquote sowie auf einen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Darüber hinaus führten die im Geschäftsjahr wirksam gewordenen US-Zölle, zu einer zusätzlichen Kostenbelastung.

Segmentbezogene Angaben zum Umsatz

Segment Außenumsatz
(in TEUR) 2025 2024
Deutschland    
Verlegesysteme 165.285 155.740
Maschinen und Werkzeuge 20.028 19.439
Oberflächenpflege und
-veredelung
 27.548 24.994
Niederlande    
Verlegesysteme 63.479 55.775
Großhandel 32.440 31.162
USA 77.481 72.755
Westeuropa 73.209 72.971
Süd-/Osteuropa 26.127 23.221
Alle sonstigen Segmente 19.482 19.977

Die Außenumsätze konnten im Berichtsjahr in allen Segmenten mit Ausnahme des Segments „Alle sonstigen Segmente“ gesteigert werden. Den wesentlichsten absoluten Beitrag zum Umsatzwachstum leisteten die Segmente Deutschland, Niederlande und USA. Die Zunahme der Außenumsätze ist dabei konzernweit im Wesentlichen auf höhere Absatzmengen zurückzuführen, während Preiseffekte im Berichtsjahr keinen maßgeblichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung hatten.

Innerhalb des Segments Deutschland konnte in sämtlichen Untersegmenten eine Umsatzsteigerung erzielt werden. Den stärksten absoluten Zuwachs verzeichnete der Bereich Verlegesysteme mit einer Erhöhung der Außenumsätze um 9.545 TEUR. Das Untersegment Oberflächenpflege und -veredelung wies mit einem Anstieg um 10,2 % die höchste prozentuale Umsatzsteigerung auf. Zudem entwickelte sich die Nachfrage nach Maschinen und Werkzeugen leicht positiv, was zu einem Umsatzwachstum von 3,0 % führte.

Das Segment Niederlande verzeichnete in beiden Untersegmenten steigende Außenumsätze. Das Untersegment Verlegesysteme wies mit einem Anstieg um 13,8 % ein deutliches Wachstum auf, was einer absoluten Erhöhung der Außenumsätze um 7.704 TEUR entspricht. Das Untersegment Großhandel erreichte nach dem Rückgang im Vorjahr wieder ein leichtes Umsatzwachstum von 4,1 %.

Das Segment USA entwickelte sich ebenfalls positiv und verzeichnete ein Umsatzwachstum um 4.726 TEUR beziehungsweise 6,5 %. Die Steigerung der Außenumsätze ist dabei im Wesentlichen auf höhere Umsatzerlöse mit Produkten der Marke UZIN zurückzuführen.

Im Segment Süd-/Osteuropa konnte eine positive Umsatzentwicklung verzeichnet werden. Wesentliche Impulse resultierten dabei aus der Uzin Utz Polska Sp. z o.o., deren Außenumsätze um 11,7 % zunahmen, sowie aus der Uzin Utz Česká republika s.r.o., die einen Zuwachs von 16,0 % erzielte.