Betrieblicher Umweltschutz
Alle unsere Produktions- und Vertriebsstandorte sollen effizient, umwelt- und klimafreundlich betrieben werden. Dazu gehört die Einsparung von Energie und die Reduktion unserer direkten und energiebezogenen indirekten Treibhausgasemissionen.
Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz
Mit dem Klimawandel steht die Menschheit einer enormen globalen Herausforderung gegenüber. Ganze Ökosysteme sind stark beeinträchtigt und bedroht, Extremwetterereignisse häufen sich und irreversible Kipppunkte im Klimasystem drohen erreicht zu werden. Die Veränderungen haben zunehmende Folgen für unsere Lebensgrundlage und stellen ein immer größeres Risiko für die wirtschaftliche Stabilität dar.
Umwelt- und Klimaschutz nehmen daher auch in unseren unternehmerischen Prozessen einen hohen Stellenwert ein. Im Rahmen unseres Umweltdatenmanagements sind in den Tochtergesellschaften der Kern- und Wachstumsländer eigene Nachhaltigkeitsbeauftragte etabliert. Für diese Standorte erfassen wir seit 2019 jährlich individuelle Corporate Carbon Footprints. Um das Erreichen unseres unternehmensweiten Reduktionsziels von bis zu 25 % bewerten zu können, haben wir jährlich eine Projektion unserer abgeschätzten Treibhausgasemissionen im Zieljahr unter Berücksichtigung unseres unternehmerischen Wachstums sowie aller bereits umgesetzten oder geplanten Maßnahmen erstellt. Aufgrund dessen konnten wir in den letzten Jahren wichtige Reduktionshebel erkennen und können auch künftig gegebenenfalls weitere notwendige Reduktionsmaßnahmen einleiten.
PLANET-Ziel 2025
Im Rahmen der PASSION 2025-Strategie hatten wir uns zum Ziel gesetzt, die Scope 1-Emissionen und Scope 2-Emissionen in unseren Kern- und Wachstumsländern bis zum Jahr 2025 im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 25 % zu senken. Unser Reduktionsziel von 25 % war bewusst als absolutes Ziel definiert, das nicht an Umsatz- oder Produktionsmengen gekoppelt war. Die THG-Reduktion wurde somit unabhängig von unserem Unternehmenswachstum angestrebt: Seit 2019 konnten wir unser Geschäft erfolgreich ausbauen, neue Standorte in Betrieb nehmen und sowohl Umsatz als auch Produktionsvolumen deutlich steigern. Das bedeutete, dass die wachstumsbedingten THG-Emissionen zusätzlich durch entsprechende Maßnahmen ausgeglichen werden mussten.
Trotz dieser Entwicklung und unserem Wachstum ist es uns gelungen, die absoluten THG-Emissionen in Scope 1 und 2 um 24,9 % zu reduzieren und unser Ziel damit zu erreichen. In der nachfolgendenden Abbildung ist die Entwicklung unserer Scope 1- und Scope 2-Emissionen vom Basisjahr 2019 bis zum Zieljahr 2025 dargestellt.
Zur Verdeutlichung der Reduktionsmaßnahmen wurde in einer weiteren Grafik für das Zieljahr 2025 ein Szenario berechnet, das die THG-Emissionen ohne Berücksichtigung der ergriffenen Reduktionsmaßnahmen darstellt. Dieses ist auf der linken Seite abgebildet. Auf der rechten Seite sind die tatsächlich ermittelten THG-Emissionen im Jahr 2025 nach Umsetzung unserer Maßnahmen dargestellt.
Zudem ist aufgezeigt, wie sich im Zieljahr 2025 die Emissionsreduktion auf unsere größten Hebel verteilt: die Umstellung auf Grünstrom, die Elektrifizierung des Fuhrparks sowie weitere Effizienzmaßnahmen.
Die Grafik macht deutlich, dass wir im Jahr 2025 insgesamt 38,2 % der THG-Emissionen im Vergleich zum Szenario ohne Maßnahmen einsparen konnten. Die Differenz zur kommunizierten Reduktion von 24,9 % aus der oberen Abbildung stellt im Wesentlichen den Kompensationsanteil im Zieljahr dar, der zusätzlich erforderlich war, um unser Wachstum auszugleichen.
Corporate Carbon Footprint
Im Berichtsjahr haben wir den Corporate Carbon Footprint (CCF) für alle Konzerngesellschaften nach dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) ermittelt. Er umfasst die unternehmensweiten Scope 1-Emissionen und Scope 2-Emissionen, die bereits als Basis für unser Reduktionsziel in den Kern- und Wachstumsländern dienten. Zusätzlich erfasst der CCF auch die wesentlichen Scope 3-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Damit schafft er eine neue, umfassende Datengrundlage für unser Klimamanagement und die Weiterentwicklung unserer Reduktionsstrategie. Die gewonnene Transparenz über alle THG-Emissionsquellen hilft uns zu erkennen, wo wir heute stehen und welche Handlungsfelder wir zukünftig priorisieren müssen.
Scope 1-Emissionen sind direkte Emissionen aus eigenen Quellen, beispielsweise die Verbrennung von Brennstoffen für Heizsysteme oder den Kraftstoffverbrauch unseres eigenen oder geleasten Fuhrparks. Bei UZIN UTZ treten keine direkten Emissionen aus chemischen oder physikalischen Prozessen auf, die über die Emissionen aus der direkten Verbrennung fossiler Brennstoffe hinausgehen. Zu Scope 2-Emissionen zählen indirekte Emissionen aus eingekauftem Strom und Wärme. Hierbei wird sowohl die standortbasierte (location-based) als auch die marktbasierte (market-based) Berechnungslogik angewendet: Bei der standortbasierten Methodik wird der durchschnittliche Strommix einer bestimmten Region zugrunde gelegt, während die marktbasierte Methodik auch vertragliche Instrumente, wie beispielsweise der Bezug von Ökostrom mit Herkunftsnachweisen, berücksichtigt. Scope 3-Emissionen umfassen die vor- und nachgelagerten THG-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette, die weder in Scope 1 noch in Scope 2 enthalten sind. Für UZIN UTZ werden die wesentlichen Scope 3-Kategorien „Erworbene Waren und Dienstleistungen“, „Nachgelagerter Transport“ sowie „Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer“ erfasst.
Maßnahmen zum betrieblichen Umweltschutz (Scope 1 & 2)
In Hinblick auf den betrieblichen Umweltschutz setzen wir weiterhin auf Energieeffizienz sowie auf erneuerbare Energien. Konzernweit beziehen über 70 % unserer Unternehmensstandorte Strom aus erneuerbaren Energien oder haben zusätzlich Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung installiert. Insgesamt sind an unseren Standorten Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von über 1.850 kWp in Betrieb. Im Jahr 2025 lag unser Stromverbrauch bei 10.719 MWh, wovon 93 % aus erneuerbaren Energien stammten.
Eine Gesamtübersicht des Energieverbrauchs des Uzin Utz Konzerns findet sich nachfolgend:
| Energie, Uzin Utz Konzern (in MWh) | 2025 |
| Strom | 10.719,0 |
| Fernwärme | 2.832,4 |
| Gas (Propangas, Erdgas und kompensiertes Gas) | 4.178,0 |
| Heizöl | 413,2 |
| Pellets | 511,0 |
| Sonstige | 58,0 |
| Gesamt Energie | 18.711,7 |

Seit 2025 beschafft die Uzin Utz North America, Inc. für die Standorte Waco, Dover und Aurora in den USA sogenannte Renewable Energy Certificates (RECs). RECs sind in den USA anerkannte, handelbare Herkunftszertifikate, die den Nachweis für den Bezug von erneuerbarem Strom erbringen. Ein REC entspricht einer MWh Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Solar oder Biomasse. Der gezielte Einsatz von RECs unterstützt unsere Strategie zur Dekarbonisierung der Standorte in den USA.
Am Standort der Uzin Utz Schweiz AG in Buochs wurde die bislang eingesetzte Ölheizung durch eine Geothermie‑Wärmepumpe ersetzt. Auch am Standort der Uzin Utz Nederland B.V. in Haaksbergen ist eine neue Geothermie-Wärmepumpe im Einsatz. Geothermie ist eine erneuerbare Energiequelle, die Wärme aus dem Erdinneren nutzt und damit kontinuierlich und zuverlässig verfügbar ist. Durch den Einsatz einer Geothermie-Wärmepumpe wird dem Boden Energie zur Beheizung von Gebäuden und zur Warmwasserbereitung entzogen.
Am Standort Rugby der Uzin Utz United Kingdom Ltd. wurde im Jahr 2024 eine neue Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 24 kWp in Betrieb genommen. Neben den Büroflächen in Rugby wird auch das Trainingscenter in Stafford bereits seit längerer Zeit durch Solarmodule mit Strom versorgt. Damit kann an beiden unserer Standorte in England zunehmend auf Sonnenenergie zurückgegriffen werden.
Im Rahmen der Optimierung unserer logistischen Prozesse und zur Reduktion unserer konzernweiten THG-Emissionen treiben wir die Elektrifizierung unserer Fahrzeugflotte gezielt voran. Derzeit wird unser Fuhrpark konzernweit zu 36 % mit Elektro- und Hybridfahrzeugen betrieben. Alleine im Berichtsjahr 2025 erhöhten wir die Anzahl der Elektrofahrzeuge konzernweit um 29 %.
Wesentliche Scope 3-Kategorien und Maßnahmen
Der konzernweite CCF umfasst zudem die wesentlichen Scope 3-Kategorien entlang der Wertschöpfungskette. Für UZIN UTZ werden die wesentlichen Scope 3-Kategorien „Erworbene Waren und Dienstleistungen“, „Nachgelagerter Transport“ sowie „Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer“ erfasst. Auf diese Kategorien haben wir im Berichtsjahr besonderen Fokus gelegt und Maßnahmen ergriffen, welche entweder die Erfassung der THG-Emissionen erleichtern oder reduzieren.

Die Kategorie 3.1 bezieht sich auf “Erworbene Waren und Dienstleistungen” und umfasst die THG-Emissionen aus den von uns eingekauften Rohstoffen, wie beispielsweise Zement und Dispersionen. Sie stellt die größte THG-Emissionsquelle innerhalb unserer Scope 3-Kategorien dar. Aufgrund dieses hohen Anteils setzen wir hier einen besonderen Fokus und haben im Berichtsjahr vielfältige Maßnahmen ergriffen, wie beispielsweise die Entwicklung der UZIN FusionTec-Technologie sowie den verstärkten Einsatz biobasierter Rohstoffe unter Anwendung des Biomassebilanz-Verfahrens.

Die Kategorie 3.9 bezieht sich auf den “nachgelagerten Transport”. Hierbei handelt es sich um THG-Emissionen aus den nachgelagerten Logistikprozessen, die durch den Transport unserer Produkte nach Verlassen unserer Standorte entstehen. Dazu zählen insbesondere Transporte per Lkw, Bahn und Schiff zu unseren Kunden. Zur Erfassung dieser THG-Emissionen wurden logistische Prozesse optimiert, wie beispielsweise ein internes Logistik-Tool entwickelt und ein Pilotprojekt mit einem elektrischen LKW zur Elektrifizierung der Lieferkette initiiert.

Die Kategorie 3.12 bezieht sich auf die “Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer” und umfasst die THG-Emissionen, die bei der Entsorgung unserer Produkte nach ihrer Nutzungsphase entstehen. Dazu zählen insbesondere die Entsorgung auf Deponien oder Müllverbrennung sowie Recyclingprozesse. Sie stellt die zweitgrößte Scope 3-Kategorie von UZIN UTZ dar. Zur Reduktion dieser THG-Emissionen setzen wir unter anderem auf Produkte, die nach dem Biomassebilanz-Verfahren hergestellt werden.
Die im Folgenden dargestellte zusammenfassende, tabellarische Übersicht der THG-Emissionen bezieht sich auf das Berichtsjahr 2025 und umfasst alle wesentlichen Tätigkeiten und Unternehmen des Uzin Utz Konzerns nach dem operativen Kontrollansatz. Grundlage für die Berechnung des CCFs ist die Methodik des Corporate Standards des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol), welches die THG-Emissionen in die drei beschriebenen Scopes unterteilt. Alle relevanten Treibhausgase (CO₂, CH₄, N₂O, HFKW/FKW, PFC, SF₆, NF₃) werden im Rahmen der Berechnung in CO₂-Äquivalente (CO2e) anhand der entsprechenden Treibhausgaspotentiale umgerechnet. Die GWP-Werte basieren auf den neuesten Veröffentlichungen des IPCC und beziehen sich auf einen Zeitraum von 100 Jahren. Eine Ausnahme stellen die Emissionen aus Scope 2 der europäischen Standorte dar. Hier werden CO2- anstelle CO2e-Emissionsfaktoren verwendet, da die verwendete Datenbank der AIB keine Emissionsfaktoren mit CO2e anbietet.
| CCF, Uzin Utz Konzern (in Tonnen CO2-Äquivalente) | 2025 |
| Scope 1 THG-Emissionen | 5.348,3 |
| Scope 1 THG-Bruttoemissionen* | 5.348,3 |
| Scope 2 THG-Emissionen | 1.323,7 |
| Standortbezogene Scope 2 THG-Bruttoemissionen* | 3.724,8 |
| Marktbezogene Scope 2 THG-Bruttoemissionen* | 1.323,7 |
| Scope 3 THG-Emissionen | 204.520,0 |
| Erworbene Waren und Dienstleistungen | 147.345,8 |
| Nachgelagerter Transport | 23.226,4 |
| Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer | 33.948,0 |
| Gesamte THG-Emissionen | 211.192,3 |
*Die angegebenen Scope 1- und Scope 2‑THG-Bruttoemissionen umfassen alle Treibhausgasemissionen der jeweiligen Scopes gemäß GHG Protocol vor Abzug etwaiger Kompensationen, Gutschriften oder CO₂-Entnahmen. Bei UZIN UTZ entsprechen die THG-Bruttoemissionen den ausgewiesenen Scope 1- und Scope 2‑THG-Emissionen, da im Berichtszeitraum keine Kompensationsmaßnahmen (z. B. Offsets, Zertifikate oder CO₂-Entnahmen) durchgeführt wurden. | |
Naturnahe Werksgestaltung am Standort Ulm
Der Schutz der regionalen Biodiversität ist ein zentrales Anliegen von UZIN UTZ. Auf Basis einer Beratung durch das Projekt-Team „UnternehmensNatur“ des NABU Baden-Württemberg im Herbst 2021 wurde ein modulares Maßnahmenkonzept zur naturnahen Gestaltung des rund 38.000 m² großen Werksgeländes am Standort der Uzin Utz SE in Ulm entwickelt. Dabei wurden verschiedene Potenzialflächen für Renaturierung und naturnahe Gestaltung identifiziert. Seitdem haben wir verschiedene Module zur Naturnahen Werksgestaltung umgesetzt, beispielsweise die Anlage einer Wildblumenwiese, eines Magerstandorts und einer Fassaden- und Zaunbegrünung. Zur Fortführung der naturnahen Werksgestaltung auf dem Gelände der Uzin Utz SE wurden im Mai 2025 im Rahmen einer Mitarbeiteraktion Kiesflächen am Eingang zwischen Werk 1 und dem Verwaltungsgebäude in der Dieselstraße in ökologisch wertvolle Staudenbeete umgewandelt. Unter fachkundiger Anleitung eines Gartenbauunternehmens wurden mehrjährige Stauden, Kletterpflanzen an Zäunen, verschiedene Gräser sowie ein Apfelbaum (Toringo) gepflanzt. Die Aktion stärkte das Bewusstsein der Mitarbeitenden für ökologische Zusammenhänge und trägt lokal zur Verbesserung des Mikroklimas sowie zur Förderung der Biodiversität bei. Darüber hinaus wurden im Herbst 2025 neue Vogelschlagschutzfolien am Übergang zwischen Werk 1 und der Verwaltung in Ulm angebracht, welche die bereits bestehenden Schutzfolien am Eingangsbereich des Forschungs- und Entwicklungsgebäude ergänzen. Durch das Anbringen der Folien kann die Sterblichkeitsrate bei Vögeln reduziert werden und die Artenvielfaltserhaltung unterstützt werden.
Seit kurzem ist unser naturnahes Werksgelände zudem interaktiv. An den verschiedenen Modulen auf dem Gelände finden sich Informationsschilder mit QR-Codes. Der Code lässt sich mit dem Smartphone scannen und führt direkt auf die neue Website “Naturnahes Werksgelände in Ulm”. Hier finden sich alle bislang umgesetzten Module im Rahmen des Maßnahmenkonzepts der naturnahen Werksgestaltung.
Lebenszyklusanalysen und nachhaltige Rohstoffe
Lebenszyklusanalysen
Intern erstellen wir Ökobilanzen als Grundlage für umweltbezogene Vergleiche, Entscheidungen und Zielsetzungen. Wir verwenden die Ergebnisse z.B. als Basis für unsere Klimaschutzziele im Bereich der Rohstoffe und Verpackungen. Hierbei dient die Lebenszyklusanalyse (LCA) als Methode zur Quantifizierung potentieller Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen über ihren gesamten Lebensweg hinweg. Sie basiert auf den allgemeinen internationalen Normen ISO 14040 und ISO 14044 und kann in insgesamt vier Phasen unterteilt werden. Die erste Phase unserer Analyse konzentriert sich auf die Festlegung der Ziele und des Anwendungsbereichs. Anschließend werden alle materiellen und energetischen Inputs und Outputs erfasst, die im Lebenszyklus unserer Produkte auftreten. Zu den Inputs zählen unter anderem die eingesetzten Rohstoffe, sowie die verbrauchten Energie- und Wassermengen. Die Outputs umfassen Abfälle und Emissionen, die sowohl in der vorgelagerten Wertschöpfungskette als auch während der Herstellung, Nutzung und am Ende des Lebenszyklus entstehen. Basierend auf diesen Daten wird die Wirkungsanalyse durchgeführt und Kennzahlen wie das Treibhauspotenzial (GWP), auch bekannt als Carbon Footprint oder CO₂-Bilanz erstellt. In der abschließenden Phase bewerten wir die Ergebnisse: Wir identifizieren Potenziale für einen effizienteren Einsatz von Energie und Rohstoffen und erkennen Umweltbelastungen wie Schadstoffausstoß und Abfallaufkommen. Diese Erkenntnisse ermöglichen es uns, Maßnahmen zu entwickeln, um die Umweltbelastungen zu minimieren.
Einsatz nachhaltigerer und biobasierter Rohstoffe
Seit 2021 bezieht UZIN UTZ sogenannte Biomass Balance Rohstoffe, welche im Vergleich zu fossilen Rohmaterialien eine deutlich geringere CO₂-Bilanz, trotz chemisch identischer Eigenschaften, aufweisen. Im Berichtsjahr 2025 wurden insgesamt 2.918 Tonnen Biomass Balance Rohstoffe eingekauft. Zusätzlich dazu konnten wir durch den Einsatz nachwachsender und regionaler Rohstoffe im Bereich der Öle unseren CO₂-Fußabdruck im Vergleich zu bisherigen Parkettölen um knapp zwei Drittel senken. Mit unserem ECO₂ CHOICE Label legen wir den Fokus weiterhin auf die Verbesserung des CO₂-Fußabdrucks und optimieren stets die Produkte unserer Marken UZIN, PALLMANN, codex und Arturo.
Das Schöne ist, aktiv ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Unternehmen mitgestalten und etablieren zu dürfen. Die große Herausforderung ist, dieses Bewusstsein bei den Kollegen in die Entscheidungsprozesse der täglichen Arbeit als festen Bestandteil zu integrieren.
Jochen Röck
Leiter Anwendungstechnik & Co-Sustainability Manager Pallmann GmbH
Managementsysteme und Verantwortlichkeiten
Unser integriertes “Managementsystem für verantwortungsvolles Handeln” orientiert sich an den international anerkannten Normen DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001. Dieses System strukturiert Verantwortlichkeiten und betriebliche Abläufe, wobei es als Fundament für stetige Verbesserungen im Bereich Umweltschutz dient. Die Verantwortung für sämtliche umweltbezogene Angelegenheiten unseres Betriebs trägt der Ausschuss für Umwelt. Dieser Ausschuss trifft sich regelmäßig, um über aktuelle Umweltgesetze und relevante Themen zu beraten. Zu seinen Mitgliedern zählen Experten in den Bereichen Umweltmanagement, Gefahrstoffe, Abfallwirtschaft, Energie- und Wassermanagement, Brandschutz, Arbeitssicherheit und Nachhaltigkeit.
Sowohl die Uzin Utz SE als auch die Sifloor AG erhielten im Rahmen eines Zertifizierungsaudits die Zertifizierungen nach DIN ISO 9001 und DIN ISO 14001. Darüber hinaus ist auch die Uzin Utz Tools GmbH & Co. KG gemäß DIN ISO 9001 zertifiziert. Ziel dieses systematischen Qualitätsmanagements ist die kontinuierliche Verbesserung der Unternehmensleistung, was den auditierten Gesellschaften umfassend bescheinigt wurde.






