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Vermögenslage

Vermögenslage Konzern 31.12.2025 31.12.2024
  TEUR% TEUR%
Langfristige Vermögenswerte 269.76960,2 269.39762,5
Immaterielle Vermögenswerte 40.7599,1 36.0878,4
Sachanlagen 195.77643,7 201.68346,8
Nutzungsrechte 10.0512,2 10.9522,5
Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
 6.4541,4 6.0841,4
Nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungen
 3.3280,7 3.4910,8
Sonstige langfristige finanzielle
Vermögenswerte
 2.9580,7 6330,1
Latente Steuern 10.4442,3 10.4682,4
Kurzfristige Vermögenswerte 178.43239,8 161.57637,5
Vorräte 77.43217,3 69.10216,0
Forderungen aus LuL 39.4278,8 33.4217,8
Kurzfristige Forderungen
aus Ertragsteuern
 4.9481,1 5.7151,3
Sonstige kurzfristige finanzielle
und nicht-finanzielle Vermögenswerte
 11.6842,6 9.0222,1
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
 44.94010,0 44.31610,3
Bilanzsumme 448.200100,0 430.973100,0

Die immateriellen Vermögenswerte stiegen im Konzern um 4.672 TEUR, insbesondere durch geleistete Anzahlungen der Uzin Utz SE im Zuge der Umstellung auf SAP S/4 HANA.

Der Rückgang bei den Sachanlagen in Höhe von 5.907 TEUR ist im Wesentlichen auf negative Währungskurseffekte in Folge des schwächeren US-Dollars zum Bewertungsstichtag zurückzuführen.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, ohne Berücksichtigung der Nutzungsrechte, betrugen im Berichtsjahr insgesamt 21.102 TEUR (14.664). Die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich an, noch stärker legten die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, darunter insbesondere in Software, zu.

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte haben im Jahr 2025 hauptsächlich durch den Anstieg der Beteiligungen sowie der Anteile an verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen um 2.325 TEUR zugenommen. Während der Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der ConBotics GmbH mit Sitz in Berlin durch die Uzin Utz SE den Bilanzwert der Beteiligungen erhöhte, stiegen die Anteile an verbundenen, nicht einbezogenen Unternehmen in Folge der Übernahme der in Bad Boll ansässigen BIOFA Naturprodukte W. Hahn GmbH durch die Pallmann GmbH.

Nachdem die Vorräte im Jahr 2024 auf gleichbleibendem Niveau gehalten wurden, stiegen diese in 2025 mit 8.330 TEUR moderat an. Dies ist insbesondere auf die Vorbereitung des Markteintritts verschiedener Produktsegmente in den USA zurückzuführen. Zudem lösten die US-Zollerhöhungen „Front‑Loading‑Effekte“ aus. Die dadurch aufgebauten Bestände der Uzin Utz North America, Inc. wurden zwar im Laufe des Jahres abgebaut, sorgten insgesamt jedoch für ein erhöhtes Bestandsniveau. Der gezielte Bestandsaufbau der Uzin Utz Nederland unterstützte das starke Umsatzwachstum der Gesellschaft in 2025. Gleichzeitig hat sich die Lage auf den Beschaffungsmärkten weiter normalisiert und die Materialverfügbarkeit erneut verbessert. Ziel ist es die Volatilität bei den Beständen zu reduzieren um die Lieferfähigkeit jederzeit zu gewährleisten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Stichtag im Vergleich zum Vorjahr um 6.006 TEUR erhöht. Absolut stiegen die Forderungen der zwei Produktionsgesellschaften Uzin Utz North America, Inc. und Uzin Utz Schweiz AG sowie der Vertriebsgesellschaft Uzin Utz Česká Republika s.r.o am stärksten. Gleichzeitig erreichte der Außenumsatz der amerikanischen und tschechischen Gesellschaften einen leichten bzw. moderaten Zuwachs. Auch im Berichtsjahr 2025 setzte der Konzern auf ein stringentes Forderungsmanagement. Bei leichter Umsatzerlössteigerung wurde mit einer durchschnittlichen Außenstandsdauer von 29 Tagen (27) ein leichter Anstieg verzeichnet. Dies trug zu einer Erhöhung der Forderungen bei.

Die kurzfristigen Forderungen aus Ertragsteuern sind mit 4.948 TEUR (5.715) gegenüber dem Vorjahr um 767 TEUR zurückgegangen. Dies ist begründet durch die Rückzahlung von zu hohen Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2023. Zudem fiel die Zuführung zu den Forderungen aus dem Jahr 2025 im Verhältnis geringer aus.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerte stiegen von 9.022 TEUR auf 11.684 TEUR im Jahr 2025. Dieser Anstieg resultiert maßgeblich aus der Beteiligung der Uzin Utz SE an einem nachhaltigen Bauunternehmen für Modulbauweise zum Ende des Jahres in Form eines Wandeldarlehens.

Segmentbezogene Angaben zu Investitionen

Segment Investitionen
(in TEUR) 2025 2024
Deutschland    
Verlegesysteme 11.389 7.401
Maschinen und Werkzeuge 1.262 965
Oberflächenpflege und -veredelung 3.804 2.576
Niederlande    
Verlegesysteme 2.352 1.465
Großhandel 893 1.379
USA 1.562 1.768
Westeuropa 1.626 3.572
Süd-/Osteuropa 581 386
Alle sonstigen Segmente 2.164 1.383

Die Informationen zu Segmentinvestitionen umfassen die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) sowie die Sachanlagen und Nutzungsrechte.

Die Investitionen im Segment Deutschland sind im Jahr 2025 weiter gestiegen und verzeichneten mit insgesamt 5.513 TEUR die höchste absolute Zunahme. Maßgeblich hierfür waren erhöhte Ausgaben im Bereich Verlegesysteme. Diese wurden gegenüber dem Vorjahr um 53,9 % auf insgesamt 11.389 TEUR ausgeweitet, wobei der Anstieg vor allem bedingt durch die Softwareinvestitionen der Uzin Utz SE im Zuge der Migration auf SAP S/4 HANA ist.

Im Segment Niederlande stiegen die Investitionen in Summe um 401 TEUR. Der Anstieg im Bereich Verlegesysteme in Höhe von 887 TEUR ist unter anderem auf die Investitionen der Uzin Utz Nederland B.V. in nachhaltige und energieeffiziente Gebäudetechnik sowie auf die Errichtung einer grünen Parkplatzinfrastruktur in Haaksbergen zurückzuführen.

Die Investitionen im Segment USA entwickelten sich in 2025 verglichen zum Vorjahr weitgehend stabil. Neben gezielten Produktionsinvestitionen der Uzin Utz North America, Inc. wurde außerdem in Elektrofahrzeuge investiert.

In Westeuropa gingen die Investitionen nach einem verhältnismäßig starken Anstieg im Jahr 2024 in 2025 mit 1.946 TEUR absolut am stärksten zurück. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Abnahme der Investitionen der Uzin Utz France SAS und der Uzin Utz United Kingdom Ltd. zurückzuführen, deren Zugänge zu den Nutzungsrechten gesunken sind.